Urdorf
Der Fall «Kurti» hat Konsequenzen

Nach der Tötung des Schafbocks durch zwei Asylsuchende treffen sich die Gemeinde, das Sozialamt und die Kantonspolizei zum Gespräch. Anlass dafür sind auch zahlreiche Einbrüche dieses Jahr.

Anina Gepp
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Die Brutalität, mit der die Täter seinen Schafbock «Kurti» getötet haben, bringt Bauer Thomas Grob in Rage. fni/Archiv

Die Brutalität, mit der die Täter seinen Schafbock «Kurti» getötet haben, bringt Bauer Thomas Grob in Rage. fni/Archiv

«Bei Kurti handelt sich diesmal um einen happigeren Fall», sagt Martin Büchi, Bereichsleiter Verwaltung, Sicherheit und Gesundheit von Urdorf. Möglichkeiten und weitere Schritte, wie mehr Sicherheit im Zusammenhang mit der Asylunterkunft gewährleitstet werden kann, bespricht die Gemeindeverwaltung mit Vertretern des Sozialamts Zürich an einem Treffen in zehn Tagen. Auch die Stadtpolizei Schlieren und die Kantonspolizei Zürich werden der Sitzung beiwohnen.

Der getötete Schafbock wird dabei nicht der einzige Vorfall sein, der besprochen wird. In diesem Jahr wurden bei der Kantonspolizei Zürich rund ein halbes Dutzend Ladendiebstähle in Urdorf registriert, wie die Kantonspolizei auf Anfrage mitteilt. Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner sagte anfangs Woche gegenüber der Limmattaler Zeitung zudem, dass es zu sexuellen Belästigungen durch Asylbewohner gekommen sei. Die Kantonspolizei teilte gestern mit, dass keine Anzeigen wegen sexuellen Belästigungen vorliegen. «Die Situation in Urdorf wird aber aufmerksam beobachtet und unsere Patrouillentätigkeit wurde erhöht», so Werner Schaub von der Kantonspolizei Zürich.

Die Tötung des Schafbocks macht die Bewohner der Asylunterkunft in Urdorf betroffen. Für sie sei ein solches Verbrechen in keiner Art und Weise nachvollziehbar, sagt der Mediensprecher des für die Asylunterkunft in Urdorf zuständigen Betreuungsdienstleisters ORS Services AG, Roman Della Rossa. Ein Betreuungsteam der ORS war diese Woche in der Unterkunft und hat mit den Asylsuchenden das Gespräch gesucht.