Eishockey
Der EHC Urdorf gewinnt beim neuen Erzfeind

Nachdem Rapperswil-Jona per Protest eine Wiederholung des Spiels in Urdorf erwirkt hat, sind die Rosenstädter ein rotes Tuch für den EHCU. Letzterer revanchierte sich auf dem Eis mit einem 5:4-Sieg nach Penaltys.

Raphael Biermayr
Drucken
Teilen
Urdorf (Nicolas Landis, Mitte) setzt sich am Ende noch durch.

Urdorf (Nicolas Landis, Mitte) setzt sich am Ende noch durch.

bier

Die Urdorfer begannen da, wo sie die letzten Matches aufgehört hatten: mit einem überzeugenden Powerlay. Otypka traf nach überlegter Vorarbeit von Kunz (5.) zum 0:1. Die Gastgeber vergolten fünf Zeigerumdrehungen Gleiches mit Gleichen, als Bottarel per verdecktem Schuss traf. Der erste Abschnitt war nicht nur gemessen am Skore ausgeglichen.

Überraschender Rückstand nach 40 Minuten

Das Bild änderte sich nach dem ersten Seitenwechsel frappant. Rapperswil-Jona baute massiv ab, während die Gäste die zuvor etwas zu tiefe Schlagzahl erhöhten. Die Folge war eine 12-minütige Druckphase der Limmattaler, die allerdings einem Rückstand nachliefen: Strickler hatte im vierten Nachschuss getroffen, wieder war nicht die gleiche Anzahl Akteure auf dem Eis.

Dass es auch nach 40 Minute 2:1 stand, mutete angesichts der ungleichen Kräfteverhältnisse - Rapperswil wählte in diesem Drittel acht Mal den unerlaubten Befreiungsschlag - etwas absurd an.

Allerdings: Der EHCU hatte nur unwesentlich mehr aufs Tor des starken Friess geschossen. Die Szenen erinnerten an die Qualifikation, wo die Urdorfer oft sehenswert um das Tor herumspielten, aber kaum Gefährliches zustande brachten.

Starke Moral

Und es kam noch dicker: Kaum hatte das Spiel wieder begonnen, lagen die Gäste mit zwei Toren zurück. Nach einem Aussetzer von Haas traf Thomas allein vor Goalie Wassmer zum 3:1. Das war der Auftakt zu einem Spektakeldritter sondergleichen. Die Urdorfer schlugen eindrucksvoll zurück. Kunz und Otypka spielten die St. Galler schwindelig - nach 45:30 Minuten stand es 3:3.

Doch dann hatte auch Roth einen Blackout, diesmal dankte Köfer den Fauxpas mit einem Tor. Als später mit Hauser ein zweiter Urdorfer auf die Strafbank wanderte, lag die Vorentscheidung in der Luft. Doch Wassmer kratzte einen Puck von der Linie und gab seinem Team die Chance auf Zählbares.

Die nutzte es in der Person von Duttweiler. Der Routinier reagierte bei einem Friess-Patzer geistesgegenwärtig (57.) Es blieb der letzte Treffer bis im Penaltyschiessen. Dort trafen Haas und Tizian Müller für Urdorf sowie Reto Klaus für die Gastgeber.

Damit können die Limmattaler am Mittwoch im Verzascatal den Klassenerhalt vorzeitig sichern. Dafür sind zwei Punkte vonnöten.

Aktuelle Nachrichten