Birmensdorf

Der «Dompteur» Andrew Bond sorgte für einen Fan-Ansturm

Umschwärmt: Der Kinderliedermacher Andrew Bond holte seine Fans in Birmensdorf auf die Bühne.  MMO

Umschwärmt: Der Kinderliedermacher Andrew Bond holte seine Fans in Birmensdorf auf die Bühne. MMO

Dutzende Kinder zwischen drei und sieben Jahren sassen im Birmensdorfer Brüelmatt-Saal vor der ersten Stuhlreihe auf dem Boden. Möglichst nahe bei der Bühne – und möglichst nahe bei Andrew Bond.

Der Kinderliedermacher gastierte am Samstag zum vierten Mal im Gemeindezentrum Brüelmatt. Das Elternforum Birmensdorf hatte das Konzert organisiert.

Mit Recht werden sich viele Eltern gefragt haben: «Was hat der 45-jährige in England geborene Liedermacher, was wir nicht haben?» Keine Angst: Andrew Bond hat keine Guru-Qualitäten, sondern einfach das Gespür dafür, wie man Kinder begeistert. «Die ersten zwei Minuten eines Konzertes sind entscheidend. Da strecke ich meine Fühler in alle Richtungen aus», sagt Bond.

Mit seiner Begeisterungsfähigkeit zieht er die Kinder, aber auch die Eltern in seinen Bann. Bond selbst bezeichnet sich als «Dompteur» und Geschichtenerzähler – er sei weder ein besonders guter Sänger noch ein virtuoser Instrumentalist.

Davon liessen sich seine jungen Fans nicht stören: Selbst nach der Zugabe wollten sie noch nicht genug haben, obwohl draussen im Foyer ein grosses Kuchenbüffet aufgebaut war.

Karriere mit Kinderliedern

Vielleicht ist es sein Theologiestudium, vielleicht auch die Jugendarbeit, die Bond an der Oberstufenschule in Wädenswil gemacht hat. Vielleicht aber ist es einfach nur seine Person selbst, die seine kleinen Fans mögen. Als Bond vor dreizehn Jahren für seine eigenen Kinder ein paar Mundarttexte aufschrieb und Melodien dazu komponierte, dachte er nicht an die Folgen und den Erfolg, den er heute mit seinen Kinderliedern hat. «Was zuerst nur im Freundeskreis ein Hit war, übernahm auf einmal der Lehrmittelverlag des Kantons Zürich», erinnert sich Bond.

Schon nach kurzer Zeit erhielt er die Goldene Schallplatte, später sogar Platin für 50000 verkaufte Exemplare seines Erstlingswerks «Zimet-stern». Seither sammelte Bond für seine Arbeiten nicht weniger als vier weitere Goldauszeichnungen. Den direkten Kontakt zu den Fans schätzt er immer noch: «Ich freue mich, wieder in Birmensdorf auftreten zu dürfen. Schon die drei ersten Konzerte waren grossartig», sagt er.

«Dass das Konzert in kürzester Zeit ausverkauft war, zeigt, wie populär Andrew Bond ist. Wir hätten doppelt so viele Tickets verkaufen können», sagt Edith Burch Ciglic, Präsidentin des Elternforums Birmensdorf.

Unkomplizierter Star

Verantwortlich für das Konzert war die Arbeitsgruppe mit Barbara Di Meo und Nadine de Bont. «Seiner Sympathie und seinem Charme kann sich kein Kind entziehen», sagt Barbara Di Meo über den unkomplizierten Kinderliederstar. Vielen Eltern kannten Bond bislang nur aus dem Radio oder von seinen CDs. Doch jetzt wissen sie, weshalb ihre Kinder vom smarten Engländer schwärmen. «Es ist das erste Konzert dieser Art, das ich mit meinem Sohn Elia besucht habe. Vor allem die Lieder über Schiffe und Piraten fand er lustig», sagt Corinne Mosimann aus Aesch.

So wie ihr erging es vielen Eltern nach dem Konzert. Am Verkaufsstand herrschte für längere Zeit ein ziemliches Gedränge, denn ohne Autogramm wollte kein Kind den Heimweg antreten. Von Andrew Bond gibt es bald Neues zu hören: Am 3. April erscheint seine CD «Hyäne lached Träne». Zudem gibt es eine grosse Sommer-Open-Air-Tour im Rahmen des 50-Jahr-Jubiläums der Umweltstiftung WWF.

Meistgesehen

Artboard 1