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Der Ball rollt auch im Limmattal wieder – wie sieht die Stimmungslage in den Fussballclubs aus?

Einer der Neuen bei Schlieren. Innenverteidiger Kevin Rodriguez (am Ball) kam vom FC Wettingen. Bild. Ruedi Burkart (002)

Einer der Neuen bei Schlieren. Innenverteidiger Kevin Rodriguez (am Ball) kam vom FC Wettingen. Bild. Ruedi Burkart (002)

Mitte August beginnt die neue Fussballsaison. So ist die Stimmungslage bei 1.-Ligist Dietikon sowie den 2.-Ligisten Schlieren und Urdorf.

FC Dietikon (1. Liga)

Die Dietiker starten am Samstag, 15. August, mit einem Heimspiel gegen Winterthur II in die zweite 1.-Liga-Saison nach dem Aufstieg im Sommer 2019. Das Sagen hat weiterhin der 37-jährige Portugiese João Paiva. Assistiert wird der Cheftrainer aktuell von Pedro Russiano. Im Team haben sich – ähnlich wie vor einem Jahr – zahlreiche Änderungen ergeben. Laut Sportchef Christian Müller ist die Kaderplanung noch nicht ganz abgeschlossen, in erster Linie soll noch ein Torhüter verpflichtet werden. Die Dietiker absolvieren die Saisonvorbereitung in drei Blöcken, das Finale beginnt diese Woche mit drei weiteren Vorbereitungspartien. «Wir haben eine gute Mannschaft beisammen, die Chemie stimmt», sagt Müller. Verpflichtet haben die Limmattaler unter anderem Hichem Oudjouadj, einen 24-jährigen Algerier, der vor seinem Wechsel zum FCD in der Oberliga Hamburg gespielt hat. Auch Jalal Jahoor wechselt auf die Dornau. Der Iraker kommt von Liga-Konkurrent Lugano Paradiso.

Erfreulich angelassen hat sich die spezielle Sponsoring-Aktion, bei welcher sich Interessierte ab 150 Franken einen Platz auf dem neuen Matchtrikot sichern können (die «Limmattaler Zeitung» berichtete). «Wir sind auf gutem Weg, aber es hat noch Platz», sagt Sportchef Müller. Für Interessierte: Die Aktion läuft weiterhin.

FC Schlieren (2. Liga)

Mit Vollgas in Richtung 2.-Liga-Spitze. So in etwa lässt sich zusammenfassen, was sich in den vergangenen Wochen auf dem Zelgli abgespielt hat. Dank des Zuzugs des früheren Aufstiegstrainers Antonio Caputo als neuen Sportchef und des Transfers von acht gestandenen Akteuren («Limmattaler Zeitung» vom 11. Juli) hat sich der FCS zu einem heissen Anwärter auf einen der vorderen Plätze in der neuen Saison gemausert. Bis zum ersten Meisterschaftsspiel am 23. August gilt es für die Verantwortlichen um Cheftrainer Besnik Ramadani, aus dem zusammengewürfelten Haufen eine schlagkräftige Truppe zu formen.

Wer den FC Schlieren vor Wochenfrist beim 6:0-Heimsieg gegen Drittligist Industrie Turicum hat zaubern sehen, darf konstatieren: Der Fahrplan stimmt, die neuen Akteure können die erhoffte Verstärkung sein. Augenzeuge der Schlieremer Demonstration war unter anderem auch Beat Studer, früher selbst Übungsleiter auf dem Zelgli. In der kommenden Saison orchestriert Studer zusammen mit Marco Bertozzi Schlierens Meisterschaftsgegner Regensdorf. Studer wollte sich auf Anfrage zwar nicht öffentlich äussern («ich bin hier in Schlieren nicht wichtig»), dass er sich auf die beiden Duelle gegen seinen früheren Verein freut, war ihm indes deutlich anzumerken.

FC Urdorf (2. Liga)

Bei den «Stieren» ist nach dem öffentlich bekannt gewordenen Coronafall («Limmattaler Zeitung» vom 4. Juli) wieder Ruhe eingekehrt. In den Trainings arbeite die junge Mannschaft «sehr fokussiert», gibt Urdorfs Cheftrainer Dragan Filipovic zufrieden zu Protokoll. «Wir haben eine sehr gute Mischung. Die Jungen reissen immer wieder die routinierten Spieler mit.» Apropos Training: Laut Filipovic befinden sich in jeder Einheit mindestens 16 Akteure auf dem Platz. Für Amateurverhältnisse eine sehr respektable Anzahl. «Da kommt uns wohl die Coronakrise zugute», meint Filipovic. «Viele Spieler verreisen diesen Sommer nicht oder nur kurz in die Ferien.» Vier Testspiele haben die Urdorfer bereits absolviert, vor dem ersten Ernstkampf der neuen Saison – dem Cupspiel gegen BC Albisrieden eine Woche vor dem 2.-Liga-­Meisterschaftsstart – stehen noch zwei Partien an. Kaderänderungen halten sich diesen Sommer auf dem Chlösterli in engen Grenzen. Ein externer Zuzug konnte getätigt werden, zudem setzt man wie immer auf den eigenen Nachwuchs.

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