Sie lebt den Traum eines jeden Triathleten. Cécile Treier hat sich mit nur einer Ironman-Teilnahme (Zürich) für den legendären Ironman auf Hawaii qualifiziert.

Die Präsidentin des Tri Teams Limmattal weilt seit Samstag auf der exotischen Insel und versucht, sich bestmöglichst zu akklimatisieren. Kein einfaches Unterfangen, wenn der Zeitunterschied zwischen Abflug- und Ankunftsort 12 Stunden und der Temperaturunterschied mindestens 15 Grad beträgt.

«Gestern habe ich mich erstmals seit meiner Ankunft ein bisschen bewegt und es war unglaublich anstrengend», so Treier. Unter Druck gerät die 33-Jährige deswegen aber nicht.

Denn sie weiss, was sie sich bis jetzt nicht antrainiert hat, kann sie in der kurzen Zeit bis zum Wettkampf nicht mehr nachholen. «Ich fühle mich völlig entspannt und locker.

Ich habe keine Angst vor der Aufgabe, sondern lasse es einfach so auf mich zukommen», erzählt Treier und hofft, dass sich auf das Rennen hin ein bisschen mehr Wettkampfstimmung und «das gewisse Kribbeln» einstellen.

Ihr Leben hing am seidenen Faden
Treier, die vor drei Jahren bei einem schweren Unfall beinahe ihr Leben verloren hätte, hat sich nichts besonderes für den Ironman vorgenommen. «Ich habe keine Zeit im Auge und habe auch die Zeiten der anderen Teilnehmer nicht angeschaut», sagt sie. «Ich will einfach nur Freude haben und das Ziel erreichen.»

Nach dem Grossereignis heisst es für die in Widen wohnhafte Triathletin erst einmal das Geschehene verarbeiten. Denn in diesem Jahr hat sie nicht nur die Teilnahme für den Ironman Hawaii geschafft, sondern sie hat sich ursprünglich auch für die WM im amerikanischen Clearwater im November qualifiziert.

«Ich werde aber nicht teilnehmen, die Erholungszeit wäre zu kurz und ich kann meinen Chef nicht schon wieder um Ferien bitten», sagt Treier schmunzelnd.