Schlieren

Das Schlieremer Parlament traf den Munotwächter

Die Schlieremer Reisegruppe lauscht den Ausführungen zu den Kanonen auf der Zinne. (ske)

Die Schlieremer Reisegruppe lauscht den Ausführungen zu den Kanonen auf der Zinne. (ske)

Der Ausflug des Parlaments führt nach Schaffhausen und ins Städtchen Neunkirch. Im Reisecar deutet schon vieles auf das erste Etappenziel: Einige Parlamentsmitglieder stimmen das Lied vom «Munotglöcklein» an.

Parlamentspräsident Erwin Scherrer (EVP) führt seine Kolleginnen und Kollegen vom Schlieremer Gemeindeparlament in seine Heimat. Die erste Station des Ausflugs ist der Munot in Schaffhausen.

Dort empfängt Christian Beck die Gäste aus Schlieren. Beck ist der 68.Munotwächter und wohnt noch immer in der Wohnung oben im Turm. In zwei Gruppen besichtigen die Schlieremer Politiker die Festung, die von 1564 bis 1589 gebaut wurde.

Stadtpräsident als Platzhirsch

Nach der Besichtigung der Kasematte mit ihren beeindruckenden Gewölben geht die Führung weiter über den Rebberg in die Waffenkammer. Im Munotgraben grast derweil friedlich eine Damhirsch-Kolonie. Diese sei der Schaffhauser Bevölkerung besonders ans Herz gewachsen, erfahren die Parlamentsmitglieder: Eine Besonderheit sei es, dass der aktuelle Platzhirsch immer auf den Namen des aktuellen Stadtpräsidenten getauft werde.

Zurzeit heisst der Chef-Hirsch demnach Thomas, wie der Stadtpräsident Thomas Feurer. Unter den Politikerinnen und Politikern aus dem Limmattal gingen fortan wilde Spekulationen los, wie man diese Tradition auf Schlieren übertragen könnte und welches Tier dazu geeignet wäre. Auf der Zinne gab es dann einen Apéro, bevor die Carfahrt weiterging.

Mit dem Boot zum Rheinfall

Den nächsten Halt machte die fast 40-köpfige Gruppe, die auch aus einigen Stadträten, Verwaltungsangestellten und alt Stadtpräsident Peter Voser bestand, am Rheinfall. Mit dem Boot ging es zur kleinen Insel, auf deren Felsen man im Gänsemarsch hochsteigen konnte.

Bei der Fahrt in die Gischt setzte es dann auch ein paar Wasserspritzer ab, es erwiesen sich aber alle Beteiligten als wetterfest. Eine kleine Aufregung gab es bei der Weiterfahrt nach Neunkirch, dem Heimatort des Parlamentspräsidenten: Ein Schlieremer fehlte im Car. Die Gruppe machte sich dennoch auf ins Städtchen Neunkirch und erhielt eine Führung, bei der auf die Besonderheiten des schmucken Ortes hingewiesen wurde.

Gross war die Erleichterung, als der verloren gegangene Parlamentarier den Weg ins Gemeindehaus Neunkirch fand. Das Gemeindehaus trägt zwar noch diesen Namen, ist aber mittlerweile ein Restaurant. Dort genoss die vollzählige Schlieremer Reisegruppe einen Apéro und ein Nachtessen und liess den Ausflug ausklingen.

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