Urdorf
Das perfekte Lager für Unschlüssige: Wo 60 Kinder ihren Traumsport finden

Ob Basketball, Fussball oder Tanzen – in Urdorf könnten einige Kinder diese Woche ihren Traumsport finden. In der Zentrumshalle findet derzeit das Feriensportlager statt.

Christian Tschümperlin
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Feriensportlager Urdorf
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Mit diesem Erfolgserlebnis hatte sie nicht gerechnet. Alba (9) aus Urdorf hat soeben zum ersten Mal in ihrem Leben einen Basketball in einen hoch hängenden Korb hineingeworfen. «Bisher musste mich mein Vater immer hochheben», sagt sie. Sie sei froh, dass sie in ein tolles Team eingeteilt wurde. «Am Vorabend war ich schon etwas nervös», sagt sie.
Einer entkommt immer wieder. In dieser Halle spielen die Kinder den ganzen Tag über Spiele wie Völkerball, Kettenfangis oder Affenfangis. Den flinken Noah (9) aus Urdorf kann die Gruppe erst in letzter Minute fangen.
Wenn man den Salto im Garten lernt. Giulio (7) aus Urdorf zeigt seinen Salto. «Das konnte ich schon immer», sagt er. Die anderen Knaben tun es ihm mit grosser Selbstverständlichkeit gleich. «Heute haben viele Kinder ein Trampolin im Garten, wo sie den Salto lernen», sagt Trainerin Anja Koch (19).
Sie tanzt zu «Gangnam Style». Nach dem Mittagsessen machen alle Teams beim Versteinern-Spiel mit. Wenn Trainer Philip Domeisen (26) die Musik unterbricht, müssen die Kinder zu Statuen gefrieren. Clara (7) aus Urdorf sagt, sie höre die abgespielten Partyhits auch zu Hause. «Am meisten mochte ich das Lied ‹Gangnam Style› von Psy», sagt sie.
So freundlich sind die Pförtner. Es ist kurz vor zehn Uhr. Drei aufmerksame Portiers begrüssen die zuletzt ankommenden Teilnehmer und schieben ihnen höflich die Türen auf. Ab und zu kommt auch ein Hallenbad-Besucher vorbei.
Mit der Begrüssung klappt es. «Guetä Morgä», sagt Lagerleiterin Angela Käslin und «Guetä Morgä» rufen die Kinder aus voller Kehle im Chor zurück. «Das tönt schon viel besser als gestern» sagt Käslin. Dann erfahren die Kleinen die Teameinteilung. Während einige mit «Ja, wir sind zusammen!» herausplatzten, rufen andere: «Nein, wir sind zusammen!»
Fussball ist der Platzhirsch. Fussball ist der beliebteste Sport unter den Knaben, dicht gefolgt von Unihockey und Tennis. Das Tanzen hat es vor allem den Mädchen angetan und zum Basketball haben sich einige gemischte Gruppen angemeldet.

Feriensportlager Urdorf

Christian Tschümperlin

Im Feriensportlager von dieser Woche in der Zentrumshalle Urdorf sind Neugierde und Teamgeist gefragt. Während der ersten vier Tage probieren 60 Kinder zwischen 5 und 15 Jahren drei bis vier verschiedene Sportarten aus. «Es haben sich viele Kinder angemeldet, die sich noch nicht entschieden haben, welchen Sport sie gerne ausüben wollen», sagt Campleiterin Angela Käslin (27). Andere möchten ihre Ferien einfach sinnvoll verbringen.

Im Angebot stehen unter anderem auch Tanzkurse oder Fussball, Basketball und Geräteturnen. Am Freitag wetteifern die Teilnehmer dann um die Podestplätze an einem Postenlauf, bei dem alle Sportarten zum Zug kommen.

Beim Urdorfer Ferienangebot handelt es sich um eines von vier Polysportlagern der Jugendsportorganisation MS Sports, die in diesen Frühlingsferien zum ersten Mal durchgeführt werden. «Das Camp war schnell voll ausgebucht, wir mussten leider sogar einige Absagen erteilen», sagt Käslin.