Der Totalunternehmer hat sich in einem Projektwettbewerb gegen drei Mitkonkurrenten durchgesetzt. Der Entscheid der Baukommission sei einstimmig erfolgt, sagte deren Präsident Max Walter bei der gestrigen Präsentation des Siegerprojektes.

Überzeugt hat die Spitalverantwortlichen vor allem das Betriebskonzept des Projektes von Losinger Marazzi. «Der Betrieb im Gebäude ist für uns sehr relevant», sagte Spitaldirektor Thomas Brack. Optimale Abläufe würden helfen, Kosten zu minimieren. «Wir haben nicht ein schönes Spital, das im Inneren nicht funktioniert. Wir haben ein schönes, gut funktionierendes Spital», so Brack. Das Kriterium «Funktionalität/Betrieb» sei bei der Beurteilung der Projekte denn auch stark gewertet worden.

Parkanlage hinter dem Gebäude

Was unter Funktionalität zu verstehen ist, erläuterte Spitalarchitekt Roman Steinemann, der den Neubau als Gesamtprojektleiter weiter begleiten wird (siehe Box). «Wir werden im Gebäude wenige Kreuzungen und Vermischungen der einzelnen Funktionen haben. Die Architektur bildet unsere Prozesse bereits sehr gut ab», so Steinemann. Gegenüber der heutigen Situation soll das Spital künftig von zwei Seiten betreten werden können. Ein Eingang befindet sich nach wie vor an der Urdorferstrasse. Der zweite liegt auf der Rückseite des neuen Gebäudes, dort wo das jetzige Spital steht. Dieser Eingang wird durch eine Parkanlage mit der geplanten Station der Limmattalbahn am Färberhüsliweg verbunden. «Das Spital ist froh, dass die Bahn kommt», erklärte Verwaltungsratspräsident Markus Bärtschiger.

Beide Eingänge führen in eine grosse Eingangshalle. Dort werden die Wege aufgeteilt. Einerseits gelangt man zu den ambulanten Bereichen, andererseits zu den stationären. Während sich im dreigeschossigen Sockelbau die verschiedenen Kliniken und Abteilungen befinden, wird der Bettentrakt in einem ebenfalls dreigeschossigen Aufsatz untergebracht. Geplant sind 200 Betten. Das heutige Spitalgebäude wird nach Inbetriebnahme des neuen Spitals abgerissen. Das Pflege- und Tagungszentrum bleibt weiter bestehen.

Volksabstimmung im Juni 2013

Das Kostendach für das Gesamtprojekt liegt bei 270 Millionen Franken. Darin sind 55 Millionen Franken für Ausstattungen enthalten. Den am Wettbewerb beteiligten Totalunternehmern war ein Kostendach von 215 Millionen Franken vorgegeben worden. Das Siegerprojekt kostet 210,5 Millionen Franken. Finanziert werden soll der Neubau in erster Linie über Fremdkapital. Laut Brack, hat man eine Bankenlösung sowie auch eine Lösung über Versicherungen und Pensionskassen ins Auge gefasst. «Deshalb ist es so wichtig, dass die neuen Spitalstatuten durch die Trägergemeinden angenommen werden. So können wir einen eigenen Haushalt führen und Fremdkapital aufnehmen», hielt Brack fest.

Im Juni 2013 soll das Volk über den Neubau befinden. Läuft alles optimal, kann im Spätsommer 2014 mit dem Bau begonnen werden. Die Inbetriebnahme wäre dann im Verlaufe von 2017 möglich.