Nationalmuseeum

Das Nationalmuseum forscht und enträtselt

Im Sammlungszentrum des Schweizerischen Nationalmuseums wird seit der Eröffnung vermehrt geforscht. Deshalb wird ein Netzwerk in Zusammenarbeit mit den Hochschulen gefördert und verankert.

Hinter der riesigen Metallfassade des Sammlungszentrums des Schweizerischen Nationalmuseums (SNM) in Affoltern, stapeln sich Ausstellungsstücke und Artefakte.

Die langfristige Erhaltung von Objekten ist dessen Kernaufgabe, doch wird in Affoltern seit der Eröffnung des Zentrums 2007 auch rege geforscht, wie SNM-Direktor Andreas Spillmann an der gestrigen Medienkonferenz anlässlich des Dreijahrjubiläums betonte. Allein die Kosten für die Forschung betragen laut Spillmann circa fünf Millionen Franken.

820000 Objekte

Auf dem Areal des ehemaligen Zeughauses beherbergt das Sammlungszentrum, das rund 50 Personen beschäftigt, die grösste kulturhistorische Sammlung der Schweiz.

Die wissenschaftliche Aufarbeitung der 820 000 Objekte bildet den Ausgangspunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Eine riesige Herausforderung für Konservatoren, Archäologen, Historiker und Restauratoren.

Objekte sollen sprechen

Diese umfangreichen und fachspezifischen Arbeiten erfolgen in Zusammenarbeit mit Universitäten und im Rahmen nationaler und internationaler Forschungsprojekte. Laut der Leiterin der Konservierungsforschung, Marie Wörle, lassen sich die Aufgabenbereiche in die Begriffe «Sammeln, Sortieren, Enträtseln» teilen.

Das Ziel sei die Objekte zum Sprechen zu bringen. Die Infrastruktur des Sammlungszentrums bietet die Möglichkeit, Fachtagungen und Kongresse zu museumsspezifischen Themen durchzuführen.

Den Mitarbeitern des Laboratoriums stehen Analysegeräte und einige einzigartige Referenzsammlungen zur Verfügung. An der Medienkonferenz und der anschliessenden Besichtigung von Labor und Geräten wurden Beispiele der neuesten Konservierungsmethoden vorgeführt.

So ist eine Reinigung stark verschmutzter Oberflächen am Beispiel von Silbergegenständen möglich, ohne die Oberfläche zu beschädigen. Die Resultate dieser Grundlagenforschung finden in Katalogen, Veranstaltungen und Fachartikeln ihren Niederschlag.

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