Schlierefäscht
«Das Motto des Fests ist erfüllt: Schliere lacht!»

Am Sonntag konnten sich Limmattaler Gemeinden und Vereine am Festumzug des «Schlierefäscht» von ihrer besten Seite zeigen. Das Motto dabei ging in Erfüllung: «Schliere lacht!»

Sophie Rüesch
Merken
Drucken
Teilen
Die Dietiker Stadtjodler fuhren mit der Spanisch-Brötli-Bahn
15 Bilder
Der landwirtschaftliche Verein Schlieren kam mit Tieren
Schlierefäscht: Der Umzug
Oberengstringen brachte ihren frischen Wind nach Schlieren
Birmensdorf zeigte seine moderne und – wie hier – seine ländliche Seite
Wagen und Artistinnen vom Zirkus Mugg
Festclown Mugg und Rolf Wild, OK-Chef
Die Stadtmusik Zürich beehrte ihre Nachbarstadt
Junge Artistinnen vom STV Schlieren
Mit dem Böllerschuss ging der Umzug los
Nummermädchen aus Donat, Schlierens Patengemeinde
Schlierens Partnergemeinde Donat (GR) fuhr auch mit
Urdorf grüsst Schlieren am Festumzug
Weiningen verteilte vom eigenen Wein
Auf dem Festwagen des Zirkus Mugg wurde Spektakuläres geboten

Die Dietiker Stadtjodler fuhren mit der Spanisch-Brötli-Bahn

Böllerschüsse, Gewehrsalven, geschmückte Wagen, Akrobatik und vor allem viel Musik: Das Schlierefäscht hat seinen Festumzug zurück. Dies ist OK-Chef Rolf Wild zu verdanken: «Eine meiner drei Bedingungen beim Entscheid, ob ich mitmachen werde, war, den Umzug wieder aufzunehmen», sagte er.

Und einen Umzug sollte er kriegen: 37 Gruppen wollten sich am Schlierefäscht präsentieren. Darunter fanden sich auch verschiedene Limmattaler Gemeinden: Mit Birmensdorf, Dietikon, Oberengstringen, Unterengstringen, Urdorf und Weiningen statteten sechs von den elf Gemeinden des Bezirks Dietikon dem Fest einen Besuch ab.

Auch die Zuschauer erschienen zahlreich am Umzug, der sich von der Schulstrasse über die Freiestrasse mitten ins Festgelände schlängelte.

Der Umzug schweisst zusammen

Manuela Stiefel, Stadträtin und Organisatorin des Festumzugs, war der Kontakt zu den anderen Gemeinden ein grosses Anliegen. «Es fördert die Verbundenheit im Bezirk», sagte sie. Es sei grossartig, wie sich die Gemeinden und Vereine für den Umzug engagiert hätten. «Und die Präsentation nach aussen schweisst die Dörfer auch im Innern zusammen.» Sie sei unglaublich stolz darauf, wie der Umzug zustande gekommen sei. «Es ist einfach megahammermässig», so ihr Fazit.

Im Gegensatz zu andern übte sich die Stadt Schlieren bei der Wagengestaltung in Bescheidenheit: Die Ladefläche des Wagens diente lediglich als Stauraum für Most und Gummibärchen, die im Publikum verteilt wurden. Der Wagen wurde von Vetretern der Stadt, dem OK-Team des Fests, sowie dem Clown Mugg, der als Symbolfigur des Fests dient, angeführt.

Parlamentspräsidentin Béatrice Miller lief als höchste Schlieremerin selbstverständlich auch mit. «Es herrscht eine fantastische Atmosphäre hier», schwärmte sie. Zudem sei sie froh, beim Gummibärchenverteilen den Kontakt zur Bevölkerung herstellen zu können.

Eine besondere Ehre war die Einladung für Gian Michael, Gemeindepräsident von Donat, Schlierens Patengemeinde im Bündnerland. Mit dem Auftritt wolle man sich der Partnerstadt einmal präsentieren und sich für vergangene Unterstützung bedanken. «Mit der Wagengestaltung wollten wir unsere landwirtschaftlichen Wurzeln, mit den Kindern und Jugendlichen, die dabei sind, unsere Zukunft zeigen», sagte Michael.

Frischen Wind brachte Oberengstringen nach Schlieren. Die Gemeinde kam mit den symbolträchtigen Windrädchen, die in der Gemeinde das Strassenbild prägen. «Es ist wichtig, dass wir im Limmattal zusammenhalten und die Beziehungen zwischen den Gemeinden pflegen. Deshalb ist es für uns eine Freude, am Umzug mitzumachen», sagte Gemeinderätin Claudia Trüb.

Nach dem Umzug, der rund zwei Stunden dauerte, zeigte sich Wild zufrieden: «Es war gigantisch. Jetzt ist das Motto des Fests erfüllt: Schliere lacht!». Er habe bereits zahlreiche Komplimente bekommen - nicht nur für den Umzug. «Anfangs waren viele skeptisch. Doch spätestens seit Samstag glauben alle daran», sagte er.

Der Stadtpräsident ist begeistert

Auch Stadtpräsident Toni Brühlmann war hellauf begeistert: Er sei «unheimlich glücklich» darüber, wie viele Leute aus den umliegenden Gemeinden Schlieren die Ehre erwiesen hätten, sich am Fest zu zeigen. «Sie haben einen tollen Beitrag geleistet - und sogar Petrus war gnädig mit uns», sagte er lachend. Besonders freue ihn, dass die Bevölkerung so zahlreich erschienen sei.

Was bleibt vom Umzug, sind zufriedene Gesichter und ein neues Selbstbewusstsein der Schlierefäscht-Organisatoren; jedoch keine Müllberge, wie sie sonst an Stadtfesten üblich sind: Dafür sorgte Wagen 37, der direkt hinter dem Umzug aufwischte.