Badi-Saison
Dank schönem Spätsommer doch noch eine durchschnittliche Badisaison

Dem miesen Wetter zum Trotz sprechen die Freibäder am Ende der Saison doch noch von einem durchschnittlichen Sommer. Dank dem schönen Spätsommer kam die eine oder andere Badi mit einem blauen Auge davon.

Sandro Zimmerli
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Der Spätsommer konnte die Saisonbilanz noch halbwegs retten

Der Spätsommer konnte die Saisonbilanz noch halbwegs retten

Noch vor einem Monat sah es für die Limmattaler Badis gar nicht gut aus. Die Sommerferien waren verregnet, die Saison schien gelaufen. Diese Einschätzung muss nach dem schönen Spätsommer revidiert werden. «Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen», sagt Oskar Schildknecht, Betriebsleiter im Hallen- und Freibad Fondli in Dietikon. Noch Mitte August sei man bezüglich Eintritten den Zahlen vom letzten Jahr hinterhergehinkt. «Dank des schönen letzten Wochenendes in den Sommerferien und den folgenden heissen Tagen können wir nun aber etwa gleich viele Eintritte, wie im vergangenen Jahr verzeichnen», so Schildknecht.

Hauptreinigung beginnt am Wochenende

Trotz der warmen Septembertage wird das Fondli wie geplant kommendes Wochenende geschlossen. «Einerseits sind unter der Woche nur noch eine Hand voll Gäste bei uns. Der zusätzliche Aufwand für die Wasseraufbereitung würde sich nicht lohnen», hält Schildknecht fest. Andererseits beginne am Wochenende die jährliche, zwei Wochen dauernde Hauptreinigung des Hallenbades. In dieser Zeit sei es nicht möglich gleichzeitig den Freibadbetrieb aufrecht zuhalten.

Schon bald kommt das Eis

Ihre Tore bereits geschlossen haben die Badis Weihermatt in Urdorf und Zwischen den Hölzern in Oberengstringen. «Wir mussten schon am 4. September schliessen. Einen Tag später sind die Bagger auf der Kunsteisbahn aufgefahren», sagt Hans Kaeser, Chefbademeister in Urdorf. Dort soll bis in vier Wochen das Eis aufbereitet sein. «Es wäre schön gewesen, wenn die Badi zwei Wochen länger offen gewesen wäre», so Kaeser. Grundsätzlich sei es dank der heissen zweiten Hälfte im August doch noch eine durchschnittliche Saison geworden. Zufrieden sei er, dass es zu keinen Unfällen und keinen Problemen mit den Gästen gekommen sei.

In Oberengstringen

In Oberengstringen hat das Freibad am Montag die letzten Gäste begrüsst. Leiterin Doris Hängärtner will trotz der verregneten Sommerferien nicht von einem schlechten Sommer sprechen. «Pro Saison gibt es immer drei Wochen, in denen das Wetter nicht gut ist. Die Leute haben dann das Gefühl, der ganze Sommer sei schlecht», sagt sie. Besonders erfreulich seien die Besucherzahlen Ende August gewesen. In den heissen Tagen nach den Sommerferien habe man fast immer gegen 1000 Gäste gehabt. Bis zum Saisonschluss sei das Wasser praktisch täglich 20 oder mehr Grad warm gewesen. «Das war in anderen Jahren nicht immer der Fall», so Hängärtner. Zufrieden sei sie auch mit den baulichen Veränderungen, die vor der Saison durchgeführt wurden. «Die neuen Liegegelegenheiten beim Kiosk kommen bei den Gästen gut an. Sie sind windgeschützt und es wird dort relativ schnell warm», so Hängärtner.

Besucherzahlen im unteren Mittelfeld

Kommendes Wochenende schliesst die Badi Geren in Birmensdorf ihre Pforten. Laut Bademeister Süri Marcovic lieghen die Besucherzahlen verglichen mit anderen Jahren in dieser Saison im unteren Mittelfeld. «Gefreut hat mich aber, dass uns die Stammgäste trotz des teilweise schlechten Wetters die Treue gehalten und nicht über die Witterungen gejammert haben», so Marcovic. Auch innerhalb des Baditeams habe während der Saison keine schlechte Laune geherrscht.

Grosse Akzeptanz der Bio-Badi

Am längsten geöffnet hat die Bio-Badi Im Moos in Schlieren. Sie wird noch bis am 30. September Badegäste begrüssen. Allerdings ist sie wegen der Umbauarbeiten erst Mitte Juli eröffnet worden. «Deshalb fällt es schwer eine Bilanz zu ziehen», sagt Betriebsleiter Arthur Vögeli. Nächstes Jahr wolle man im April öffnen. Das Saisonende sei auch dann wieder für Ende September geplant. «Weil wir ein geheiztes Bad mit einer konstanten Temperatur von 23 Grad haben, wollen wir diese Öffnungszeiten so beibehalten», hält Vögeli fest. Trotz der verkürzten diesjährigen Saison lasse sich aber sagen, dass die Bio-Badi beim Grossteil der Besucher auf hohe Akzeptanz stosse.