Schlierefäscht

Dank Legat ans Schlierefäscht: Stadtrat möchte 50-Franken-Gutscheine an Bedürftige abgeben

Mit den Geldern der «Otto Heinz Walther»-Stiftung soll Bedürftigen die Teilnahme am Schlierefäscht erleichtert werden.

Die Stadt Schlieren kann jährlich 50'000 Franken einsetzen, um Kranke, Behinderte, von Armut betroffene Einwohner, Arbeitslose und Jugendliche in Notlagen zu unterstützen: Dies hatte Otto Heinz Walther verfügt, als er der Stadt ein Legat hinterliess. Nun hat der Stadtrat entschieden, wie dieser Beitrag aus der «Otto Heinz Walther»-Stiftung verwendet werden soll.

In den Jahren, in denen ein Schlierefäscht stattfindet, sollen jeweils 50-Franken-Gutscheine an bedürftige Personen abgegeben werden. «Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist für Menschen mit bescheidenen Einkommen wichtig», begründet der Stadtrat seinen Entscheid. «Die Teilnahme an einem Anlass wie dem Schlierefäscht ist aber mit Kosten verbunden, die für sie nicht einfach zu tragen sind.» Wie viele Personen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden, wird nach Abschluss des diesjährigen Stadtfests ausgewertet, heisst es im Protokollauszug der letzten Stadtratssitzung.

Aus dem Legat des verstorbenen Einwohners wird zudem neu die Kultur-Legi der Caritas finanziert. Mit dieser können Menschen in bescheidenen finanziellen Verhältnissen die Dienstleistungen und Anlässe von privaten und staatlichen, kulturellen, sozialen, aber auch gewinnorientierten Institutionen verbilligt in Anspruch nehmen. Die «Otto Heinz Walter»-Stiftung wird an die Kultur-Legi einen jährlichen Betriebsbeitrag entrichten, der aufgrund der Bevölkerungszahl und der Sozialhilfequote errechnet wird. Derzeit ist mit jährlichen Kosten von 4900 Franken zu rechnen. 33 andere Zürcher Gemeinden bieten diese Kultur-Legi ebenfalls an.

Die Abteilung Soziales arbeitet auf Grundlage der vom Erblasser definierten Zielgruppen im Weiteren Unterstützungsrichtlinien aus, um gewissen Personen im Einzelfall eine finanzielle Hilfe zukommen zu lassen. In Zukunft dürfte es gemäss Stadtrat zudem weitere Angebote und Projekte geben, die im Einklang mit dem letzten Willen des Erblassers stehen und aus dem Legat unterstützt werden können. (og)

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