Oetwil
Bürger schieben Sexgewerbe Riegel vor

Die Gemeindeversammlung stimmte für eine Anpassung der Bau- und Zonenordnung. Das Budget wurde ebenfalls genehmigt.

Pablo Rohner
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Limmattaler Zeitung

In Zukunft dürfen in zwei Oetwiler Bauzonen keine sexgewerblichen Einrichtungen gebaut werden. Die 48 anwesenden Stimmberechtigten genehmigten eine dahingehende Revision der Bau- und Zonenordnung an der Gemeindeversammlung von gestern Abend einstimmig. Von der Anpassung betroffen sind zwei Wohnzonen. Eine zwischen dem Autobahnzubringer Mutschellenstrasse und der Limmattalerstrasse, sowie eine weitere, ebenfalls an die Limmattalerstrasse grenzende Wohnzone am gegenüberliegenden Dorfrand.

Aufgrund der abgeschiedenen Lage und der Nähe zur Autobahn A1 würden sich die peripheren Wohnzonen als mögliche Standorte für Rotlicht-Etablissements anbieten, befürchtete der Gemeinderat. Ursprünglich wollte er ein Verbot für das gesamte Gemeindegebiet erwirken. Doch der Regierungsrat wies das Anliegen zurück. Auch ein Verbot im Dorfkern sei an der kantonalen Exekutive gescheitert, führte Bauvorstand Walter Bühler aus. Noch bestünden zwar keine konkreten Hinweise auf möglichen Zuzug von zweifelhaftem Gewerbe, so Bühler weiter, doch fügte er vage hinzu: «Wehret den Anfängen. Es könnte etwas in der Luft liegen.»

Steuerfuss bleibt bei 41 Prozent

Im weiteren Verlauf wurden auch die totalrevidierten Statuten des Zweckverbands Spital Limmattal und das Budget 2013 verabschiedet. Der Voranschlag prognostiziert bei einem Gesamtaufwand von knapp 7,6 Millionen Franken ein leichtes Defizit von 9 700 Franken. «Quasi eine rote Null», wie Gemeindepräsident Paul Studer bemerkte. Der Steuerfuss der politischen Gemeinde bleibt auch 2013 bei 41 Prozent. Zudem segneten die Stimmberechtigten einstimmig den Anschlussvertrag für das neu geschaffene Mandatszentrum des Bezirks Dietikon ab. Das neue Regionalzentrum in Dietikon ersetzt per 1. Januar 2013 die kommunalen Amtsvormundschaftsbehörden. Zuletzt genehmigte die Versammlung die Kreditabrechnung für das Quellwasserpumpwerk Fogletzen. Der Neubau kostete gut 400 000 Franken.