Am Sonntag ist es soweit und Dietikon, Schlieren und Urdorf wählen ihre Behördenvertreter. Neben den Präsidien und Exekutiven werden in den beiden Städten auch die Parlamente neu besetzt. Doch damit nicht genug: Auch befindet das Stimmvolk über kantonale und nationale Vorlagen, darunter die medienwirksame «No Billag»-Initiative. Bis Mitte Woche stimmten rund 33 Prozent der Dietiker Stimmberechtigten postalisch ab, wie Stadtschreiberin Karin Hauser auf Anfrage sagt. Damit bewege man sich in einem ähnlichen Rahmen wie vor vier Jahren. «Heuer haben wir 30 Couverts mehr zugesandt bekommen, was bei rund 12'000 Stimmberechtigten vernachlässigbar ist.»

Leicht höher fällt die bisherige Stimmbeteiligung in Schlieren aus. Bis Mitte Woche lag diese bei 30 Prozent, wie Stadtschreiberin Ingrid Hieronymi sagt. Zum gleichen Zeitpunkt vor vier Jahren betrug die Beteiligung 29 Prozent. «Aufgrund der zahlreichen Bundesabstimmungen wurde eigentlich mit einer höheren Beteiligung gerechnet, was sich bislang nicht manifestierte», so Hieronymi. Möglicherweise seien die nicht erfüllten Erwartungen darauf zurückzuführen, dass noch zahlreiche Stimmberechtigte in den Sportferien weilen würden.

In Urdorf stimmten bis Mitte Woche rund 34 Prozent der Stimmbeteiligten ab, was einem Durchschnittswert entspreche, wie Martin Büchi, Bereichsleiter Verwaltung und Sicherheit, sagt. Vor vier Jahren wies die Stimm- und Wahlbeteiligung in Urdorf mit 34,6 Prozent einen ähnlichen Wert auf.

Nur 19 Prozent in Schlieren

Als am 9. Februar 2014 die letzten Gesamterneuerungswahlen anstanden, wurde wie am Sonntag über die «No Billag»-Initiative ebenfalls über eine nationale Vorlage befunden, die viel Aufmerksamkeit auf sich zog — die Masseneinwanderungsinitiative.

Ein Blick acht Jahre zurück zeigt, dass die Stimmbeteiligung wenige Tage vor den Wahlen wesentlich geringer war als heute. In Urdorf betrug sie vor den Wahlen 2010 knapp 26 Prozent und in Schlieren gar lediglich 19 Prozent. Am 31. Januar 2010, der damalige Wahlsonntag, fanden neben den Gesamterneuerungswahlen keine Abstimmung auf kantonaler oder nationaler Ebene statt.