Schlieren
Blutspende Zürich weiht Labors in Schlieren ein

Ein Besucher nach dem anderen stülpt sich Plastiksäckchen über die Schuhsohlen und rutscht über das Bänklein in der Schleuse. Der Laborbereich ist heikel, hier wird genetisches Material produziert.

Katja Landolt
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Im Februar soll hier das schweizweit erste mit flüssigem Stickstoff gekühlte Blutplasma-Lager entstehen
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Blutspende Zürich in Schlieren
Beat Frey, Direktor und Chefarzt der Blutspende Zürich
Albert Schweizer, Schlieremer Standortförderer, lässt sich Abläufe erklären
Utensilien in den neu eingerichteten Laboratorien

Im Februar soll hier das schweizweit erste mit flüssigem Stickstoff gekühlte Blutplasma-Lager entstehen

Chris Iseli

Wer hier ohne Schutz herumspaziert, könnte das Material kontaminieren. Darauf bedacht, bloss nirgends anzukommen, stellen sich die Besucher der Einweihungsfeier um die Mitarbeiter des Labor- und Produktionszentrums von Blutspende Zürich auf und lassen sich erklären, was in diesen Räumen künftig alles entdeckt und erforscht werden soll.

Erst kürzlich wurden die Bauarbeiten im neuen Labortrakt an der Rütistrasse 17 in Schlieren fertiggestellt, gestern Abend nun wurden sie eingeweiht. Die Fläche des Zentrums umfasst mit den neuen Labors fast 4000 Quadratmeter Fläche. Ausgebaut wurden insbesondere die Abteilungen Produktion und Forschung.

Grösster Blutversorger der Schweiz

Im Dienstleistungszentrum der Blutspende Zürich werden jährlich 75000 abgezapfte Spenden zu 90000 Blutprodukten verarbeitet. Diese Blutprodukte werden an rund 85000 Patienten verteilt. «Die Blutspende Zürich ist der grösste Blutversorger der Schweiz, wir bedienen rund ein Viertel der Bevölkerung», sagt Beat Frey, Direktor und Chefarzt.

Schweizweit einzigartig wird das mit flüssigem Stickstoff gekühlte Blutplasma-Lager, das im Februar eingerichtet werden soll. Das vom Spenderblut gewonnene Blutplasma wird in den Laboratorien zur Verwendung als Transfusionsplasma aufgearbeitet und bei minus 30 Grad Celsius tiefgefroren.