Ständeratswahl ZH

Blocher: «Wir sind in einer ausichtslosen Situation angetreten»

Blocher zur Niederlage als Ständeratskandidat

Blocher zur Niederlage als Ständeratskandidat

Christoph Blocher hatte gegen die bisherigen Zürcher Ständeräte Felix Gutzwiller und Verena Diener keine Chance. Von einer Schlappe will Blocher aber nichts wissen. Das Ziel sei erfüllt, sagt er trotzig.

Christoph Blocher hat nicht einmal in seiner Heimatgemeinde Herrliberg am meisten Stimmen gemacht. Im ganzen Kanton ist sein Rückstand gross auf die gewählten bisherigen Vertreter Verena Diener (glp) und Felix Gutzwiller (FDP). Von einer Wahlschlappe will der SVP-Chefstratege trotzdem nichts wissen. «Wir sind in einer aussichtslosen Situation angetreten», sagt er vielmehr.

Es sei einzig darum gegangen, dass die Ständeräte eine politische Wahl führen müssen. In Zürich glaubt Blocher dieses Ziel erreicht zu haben: Verena Diener und Felix Gutzwiller hätten klare Aussagen zur EU-Politik abgegeben und klar gemacht, dass sie künftig gegen die automatische Übernahme von EU-Recht durch die Schweiz seien. Blocher will die beiden Ständeräte nun beim Wort nehmen.

Kein Sturm aufs Stöckli

Dass der SVP-Sturm auf Stöckli mit Niederlagen in St. Gallen, Bern, Aargau und Zürich endet, macht Blocher keine Sorgen. Er redet lieber vom gewonnen Sitz in Schwyz. Und überhaupt: Sturm aufs Stöckli, das will Blocher nun nie gesagt haben, er bezeichnet das glattwegs als dummes Zeugs.

«Wir sind bereit anzutreten, wir sind für die Konkordanz, wir machen weiter», umreisst er die künftige Marschrichtung. Was das bei der anstehenden Bundesratswahl heisst, das will Blocher nicht preisgeben. (rsn)

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