Dietikon

Beschädigte und verschmierte Wahlplakate: «Diesen Vandalismus können wir nicht tolerieren»

Beschädigte Wahlplakate in Schlieren.

Beschädigte Wahlplakate in Schlieren.

Wahlplakate aller grossen Parteien wurden an mehreren Standorten zerstört, genau beziffern lassen sich die Schäden jedoch nicht. Für die Parteien ist dies ein grosses Ärgernis.

Ob am Bahnhof, neben der Hauptstrasse oder in den Vorgärten einiger Häuser: Überall in Dietikon lachen uns Politiker dieser Tage von Plakatwänden entgegen, empfehlen sich und ihre Partei zur Wahl am 4. März. Damit scheinen nicht alle zufrieden zu sein. Auch dieses Jahr ist es wieder zu beschädigten, verschmierten oder entfernten Plakaten gekommen. Für die Parteien, von den vier wählerstärksten sind alle betroffen, ist dies jeweils ein grosses Ärgernis. «Für die Arbeit ist es schade. Wir sind in der Freizeit unterwegs um, die Plakate anzubringen, welche dann teilweise wieder heruntergerissen werden», sagt Stephan Wittwer, Dietiker SVP-Fraktionspräsident.

Dies bedeute, dass man die Arbeit nochmals wiederholen müsse. «Zwar zählen wir die demolierten Plakate nicht, jedes zerstörte Plakat ist aber eines zu viel, und diesen Vandalismus können wir nicht tolerieren.» Ähnlich sieht dies auch Ernst Joss, Präsident der SP/AL-Fraktion im Dietiker Gemeinderat. «Nach meinen Erkenntnissen dürften es bei diesen Wahlen kaum mehr Plakate sein als früher, ärgerlich ist es aber trotzdem.» Viel machen könne man dagegen jedoch nicht, sagt er weiter. «Im Endeffekt müssen wir uns einfach damit abfinden, dass es passiert.» Auch von der FDP wurden einige Plakate beschädigt, sagt Fraktionspräsident Philipp Müller. «Auch bei uns wurden vereinzelt Plakate heruntergerissen, es sind aber nur Einzelfälle.»

Im Verhältnis zu 2014 habe der Plakatvandalismus aber nicht zugenommen. Einige beschädigte Plakate verursachten jedoch auch die Winterstürme. «Sturmbedingt wurden an diesem Tag einige unserer Wahlplakate beschädigt oder ganz heruntergerissen», sagt Müller. Man habe diese jedoch wieder ersetzt.

Geringere Schäden erwartet

Bei der Dietiker CVP wurden drei Plakate beschädigt, sagt Gemeinderat Reto Siegrist. «Wir versuchen, die Plakate jeweils so schnell als möglich wieder zu ersetzen.» Denn je weniger demolierte oder verschmierte Plakate man auf den Strassen sehe, desto kleiner sei in der Regel auch die Zahl der Nachahmer, welche Plakate verschmieren würden. «So können wir den ‹Spitzbuben› den Wind aus den Segeln nehmen.»

Insgesamt dürften die Schäden bei allen angefragten Parteien in Dietikon voraussichtlich kleiner sein als noch vor vier Jahren. Damals wurden viele Gesichter von Politikern mit aufgezeichneten Clownnasen, Bärten oder Schnäuzen verunstaltet.
Auch in Schlieren ist es gemäss Bildern auf den sozialen Medien zufolge zu vereinzelten Beschädigungen an Wahlplakaten gekommen.

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