Dietikon
Bei Verdacht gibts eine Asche-Analyse

Der Stadtrat erachtet die Kontrolle privat betriebener Cheminées und Ofenanlagen als ausreichend und deren Emissionen als nicht besorgniserregend. Dies schreibt er in seiner Antwort auf eine im Februar 2011 eingegangene Interpellation.

Aleksandra Hiltmann
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Nicht immer wird im Cheminée vorschriftsgemäss Holz verbrannt. Bru

Nicht immer wird im Cheminée vorschriftsgemäss Holz verbrannt. Bru

In der Interpellationvon Gemeinderatmitglied Lucas Neff (Grüne) sowie zwei Mitunterzeichnern wurde der Stadtrat um eine Stellungnahme bezüglich der Luftverschmutzung durch private Abfallverbrennung sowie der Kontrolle dieser Praktik aufgefordert.

Emissionen im Normbereich

Weder aus privater Verbrennung stammende Emissionen noch die erhöhte Belastung während der Heizperiode würden eine Überschreitung der Grenzwerte verursachen, geht aus der Stellungnahme hervor.

Bei der Abfallverbrennung werden durchaus gesundheitsgefährdende Dioxine ausgestossen, so der Stadtrat. Doch können derartige Emissionen auch bei «organisierten Anlässen wie Feuerwerken» entstehen. Der Stadtrat stellt jedoch klar, dass er gute Luftqualität als wichtig erachtet. Obwohl es für Dietikon keine genauen Messergebnisse gebe, sei aufgrund von Durchschnittswerten aus der Stadt Zürich darauf zu schliessen, dass keine Überschreitung der Grenzwerte vorliege. Dies gelte auch für den laufenden Monat der Heizperiode, in dem eine erhöhte Feinstaubbelastung durch Heizen vorliege.

Interventionskonzept

In seiner Antwort schreibt der Stadtrat, dass es für Situationen mit anhaltender Luftbelastung ein speziell ausgearbeitetes Interventionskonzept gibt, welches unter anderem Sofortmassnahmen zur Senkung des Feinstaubs vorsieht. Auch der Einsatz mobiler Messstationen sei in Dietikon möglich. Dies erachtet der Stadtrat zurzeit jedoch als «nicht notwendig».

Üblich: Sichtkontrolle der Asche

«Gemäss Luftreinhalteverordnung müssen Holzfeuerungen und häufig benutzte Cheminées und Ofenanlagen alle zwei Jahre kontrolliert werden», wird in der Stellungnahme weiter erläutert. Diese Kontrollen werden seit 2010 ausgeführt, lassen jedoch Anlagen aus, welche jährlich weniger als 200 Kilogramm Brennholz verbrauchen.

Nach Angaben des Stadtrates gibt es in Dietikon zur Zeit 800 bis 1000 der genannten Öfen, von denen 300 «regelmässig kontrolliert werden». Unter anderem wird eine «Sichtkontrolle der Asche auf verbrannte Rückstände» durchgeführt, oder es werden Laboranalysen angeordnet, besteht der Verdacht auf unerlaubte Abfallverbrennung, schreibt der Stadtrat in seiner Stellungnahme abschliessend.