Kantonsrat
Bea Krebs tritt zurück – Martin Romer rückt nach

Es war ein kurzes Gastspiel: Bea Krebs, Schlieremer Stadträtin und seit April FDP-Kantonsrätin, tritt per Ende Jahr aus dem Kantonsrat zurück. Für sie rückt Martin Romer nach.

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Bea Krebs und ihr Nachfolger im Kantonsrat Martin Romer.

Bea Krebs und ihr Nachfolger im Kantonsrat Martin Romer.

zvg

In einer Mitteilung der FDP-Bezirkspartei begründet Bea Krebs ihren Rücktritt mit der «Nichtvereinbarkeit des aufwendigen Amtes mit ihrem Engagement als Stadträtin und Schulpräsidentin».

Krebs präzisiert auf Anfrage, dass Überschneidungen bei ihren Verpflichtungen als Stadt- und Kantonsrätin dazu führen würden, dass sie beides nicht mit der ihr «wichtigen Zuverlässigkeit und Präsenz» erfüllen könne. Weiter erschwert das doppelte politische Engagement ihre berufliche Weiterbildung zur Oberstufenlehrerin an der Pädagogischen Hochschule Zürich im Quereinsteigerlehrgang. Weil derzeit kein akuter Lehrpersonenmangel bestehe, sei für ihr Praxisjahr eine Stelle – insbesondere für ein kleineres Pensum – ohne eine gewisse zeitliche Flexibilität kaum zu finden: «Dies war für mich vor der Wahl nicht in diesem Ausmass absehbar.»

Nachrutschen für Krebs wird Martin Romer. Der 51-jährige Präsident der Dietiker FDP-Gemeinderatsfraktion und Betreiber des Cinéma Capitol freut sich sehr darüber, erklärt er auf Anfrage. Vor allem die Tatsache, dass mit ihm zum ersten Mal seit 1979 ein Stadtdietiker FDP-Politiker ins Kantonsparlament eintritt (damals war es Markus Hünig), ehre ihn. Er habe sich im Wahlkampf vor den Gesamterneuerungswahlen sehr bemüht und war entsprechend enttäuscht, dass er Krebs unterlag.

Besonders ärgerlich war für Romer, dass es nur 53 Stimmen waren, die am 12. April den Ausschlag für seine Nichtwahl gaben – Krebs holte 2788, Romer 2735 Stimmen. Den Parlamentsdiensten hat er bereits seine Absicht mitgeteilt, das Amt anzutreten. Die Dreifachbelastung als Kantonsrat, Dietiker Gemeinderat und Kinobetreiber werde er gut schaukeln können, ist Romer überzeugt. «Darüber habe ich mir schon vor den Wahlen im Frühling Gedanken gemacht», sagt der Vater von vier erwachsenen Kindern. Auch dass er aller Voraussicht nach 2017 das Dietiker Gemeinderatspräsidium übernehmen wird, ändere daran nichts. (rue/fni)