Dietikon
BD-Bahn: Eine alte Idee kehr tins Parlament zurück

Die SVP will, dass die Bremgarten-Dietikon-Bahn unter den Boden verlegt wird. Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass dies verlangt wird.

Bettina Hamilton-Irvine
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Bremgarten-Dietikon-Bahn, Lokomotive

Bremgarten-Dietikon-Bahn, Lokomotive

Aargauer Zeitung

Der Dietiker Stadtrat soll sich beim Kanton und beim Bund für eine räumliche Trennung der Bremgarten-Dietikon-Bahn (BD), der Limmattalbahn und des motorisierten Individualverkehrs im Bereich Kirchplatz starkmachen. Dies fordert SVP-Gemeinderat Ralph Hofer in einem Postulat, welches sein Fraktionskollege Rochus Burtscher bereits Anfang Februar angekündigt hatte. Der Fokus soll dabei vor allem auf eine Untertunnelung der BD-Bahn im Bereich Kirchplatz gelegt werden. Weiter schlägt die SVP vor, dass die Bahn auf oder unter der Bernstrasse und der Birmensdorferstrasse bis zum Bahnhof Glanzenberg geführt wird.

Unterführung der Bahn

Die Idee einer unterirdischen Führung der Bahn durchs Zentrum ist nicht neu. Zuletzt reichte CVP-Gemeinderat Josef Wiederkehr im April 2008 ein Postulat ein, welches den Stadtrat aufforderte, zu prüfen, in welchen Bereichen die BD-Bahn sowie auch die Limmattalbahn unterirdisch geführt werden könnten, um sicherzustellen, «dass die Lebensqualität in Dietikon nicht unter dem zusätzlichen Bahnverkehr leidet». Der Stadtrat erklärte daraufhin, dass eine Tieflage der BD-Bahn direkt unter der Bremgartnerstrasse technisch machbar wäre. Er verweist auf eine Studie aus dem Jahr 2001, die für den 1,8 Kilometer langen Abschnitt zwischen Bernstrasse und Kirchplatz Kosten von rund 160 Millionen Franken ausweist. Bei einer unterirdischen Verlängerung bis zur Überlandstrasse würde das Ganze gar 200 Millionen Franken kosten. Jedoch würden «erhebliche Gründe» wie Benutzerfreundlichkeit und Eingriffe ins Stadtbild gegen die unterirdische Linienführung sprechen, schrieb der Stadtrat damals.

Bremgarten-Schlieren-Bahn?

SP-Gemeinderat Peter Wettler weist darauf hin, dass er zudem vor 14 Jahren den Vorschlag gemacht habe, die BD-Bahn nach Schlieren zu führen und sie in BS-Bahn umzutaufen. So hätten sich für 96 Prozent der Pendler zehn Minuten Zeitersparnis ergeben. Auch sei die Option der Verlängerung der BD-Bahn ins SilbernQuartier, die Hofer in seinem Postulat ebenfalls erwähnt, bereits früher beratschlagt worden.

Die Idee steht auch bei der SP Dietikon hoch im Kurs: Kantonsrat Rolf Steiner betonte kürzlich, um das Gebiet Silbern besser zu erschliessen, wäre ein Ast der Limmattalbahn oder eine Verlängerung der BD-Bahn ideal.