Dietikon

Bau der Limmattalbahn bringt Herausforderungen – Unterführung wird bei Vollbetrieb gebaut

Der Bau der Limmattalbahn stellt die Arbeiter am Bahnhof Dietikon vor Herausforderungen. Bald wird das Boeniger-Haus abgerissen.

Bis die Limmattalbahn Ende 2022 ihren Betrieb aufnimmt, stehen noch viele Bauarbeiten an. Rund um den Bahnhof Dietikon werden momentan zwei grosse Projekte vorangetrieben. Einerseits wird das Trassee gebaut, auf dem die Bahn später fährt. Andererseits heben Arbeiter die neue Personenunterführung Ost aus, die unter den Perrons des Bahnhofs hindurchführt.

Beides ist vor allem aus logistischer Sicht anspruchsvoll, da die Bauarbeiten im Herzen der Stadt durchgeführt werden müssen und das alltägliche Treiben möglichst nicht beeinträchtigt werden soll. Die Endhaltestelle der BDB wurde beispielsweise nicht Richtung St.-Agatha-Kirche verschoben, wie anfangs in Betracht gezogen wurde, sondern ist an Ort und Stelle geblieben. «Sonst hätten Pendler einen längeren Weg zwischen der Bahn und den Zügen zurücklegen müssen und teilweise ihren Anschluss verpasst», sagt Daniel Issler, Geschäftsführer der Limmattalbahn AG.

Das ursprüngliche Problem, dass die Baugrube für die neue Unterführung dort ausgehoben werden musste, wo die BDB endet, behob man anders. Eine Hilfsbrücke überspannt nun die Baugrube, über die die Bahn fahren kann. Da die Unterführung auch unter dem Bahnhof hindurchführt, ersetzen die Hilfsbrücken ebenfalls Abschnitte der Zuggleise und Perrons. Dreieinhalb Meter unter der Oberfläche sind die Bauarbeiten für die Unterführung in vollem Gange. «Filterbrunnen senken hier den Grundwasserspiegel zweieinhalb Meter ab, damit wir arbeiten können», sagt Chefbauleiter Peter Kern. Der Aushub der Unterführung erfolgt von beiden Seiten her. Die Wände werden aus Stahlträgern und Spritzbeton erstellt und mit Ankern gesichert. Der Durchstich erfolgt voraussichtlich im Juli.

Aus Sicherheitsgründen sind Nachtarbeiten nötig

An der Poststrasse, die an die Baugrube angrenzt, verlegten die Gleisbauer seit dem 24. April auf 100 Metern zwei Spuren Schienen. Zurzeit wird der Deckbelag, eine wenige Zentimeter dünne Schicht Asphalt, aufgetragen. Ein ins Mischtrassee eingebauter Erschütterungsschutz soll die vom Verkehr verursachten Vibrationen abschwächen. Denn auf diesem Abschnitt fährt später nicht nur die Limmattalbahn, sondern auch Autos und Busse.
Nun ist auch bekannt, wann das Haus, in dem sich früher das Fotostudio Boeniger befand, verschwinden wird. Der Grossteil des Abrisses erfolgt in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni und nicht tagsüber. «Da am Tag Busse und Autos am Haus vorbeifahren, müssen wir aus Sicherheitsgründen Nachtarbeiten durchführen», sagt Issler.

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