Klassik
Bach und Mozart liessen heiter grüssen

Nach dem fulminanten Trompetenstart mit der Fanfare «The Olympic Spirit» von John Williams ertönten die lieblich vertrauten Klänge der Kirchen-Kantate «Jesus bleibet meine Freude», die Johann Sebastian Bach im Jahre 1723 in Leipzig komponierte.

Christian Murer
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Der Musikverein Harmonie Birmensdorf aus der Vogelperspektive
19 Bilder
Blick von der Empore aufs ganze Orchester des Musikvereins Harmonie Birmensdorf
Kirchenkonzert in Birmensdorf
Dirigent und Klarinettenlehrer Cyrill Oberholzer aus Kyburg
Jürg Altenburger am Saxophon
Das Klarinettenregister mit (v.l.n.r.) Markus Rohner, Daniel Greif, Nicole Schmutz und Jacqueline Bérard
Irene Suter, Aurelia Thomann und Regula Gut (v.l.n.r.)
Dirigent und Klarinettenlehrer Cyrill Oberholzer aus Kyburg
Gegenseitige Vorstellrunde in der reformierten Kirche Birmensdorf
Das Trompetenregister mit (v.l.n.r.) Daniel Schoch, Christian Telli und Rolf Suter
Andreas Bösch spielt das Euphonium
Das Saxophonregister mit (v.r.n.l.) Christoph Hegetschweiler, Walti Wismer, Anita Nägeli, Jürg Altenburger und Thomas Oberholzer
Querflötistin Corina Gut
Dirigent und Klarinettenlehrer Cyrill Oberholzer aus Kyburg
Querflötistin Corina Gut
Das Saxofonregister mit Walti Wismer, Anita Nägeli, Jürg Altenburger, Thomas Oberholzer und Waldhornist Christoph Hegetschweiler
Apéro – offeriert vom Musikverein Harmonie Birmensdorf
Apéro – offeriert vom Musikverein Harmonie Birmensdorf
Apéro – offeriert vom Musikverein Harmonie Birmensdorf

Der Musikverein Harmonie Birmensdorf aus der Vogelperspektive

Das einst von Bach für das Fest Mariä Heimsuchung komponierte Werk gehört wohl zu den beliebtesten und ziemlich häufig aufgeführten Bachkantaten. Nach diesen zwei Werken sagte die Moderatorin Regula Gut: «Stellen Sie sich links und rechts ihrem Nachbarn vor - nennen Sie zum Beispiel ihre Hobbys, ihr Vermögen oder was auch immer!» Ein herzliches Lachen und Murmeln erfüllte den Kirchenraum. Die lockere Vorstellungsrunde, die wohl einmalig in diesem Kirchenraum daherkam, passte dann auch glänzend zum nächsten Stück «Il Barbiere de Siviglia» von Gioacchino Rossini, wo sich mäniglich in einem Coiffeursalon fühlte.
Anschliessend folgte das im Jahre 1967 veröffentlichte Lied «A Whiter Shade of Pale». Dieses Stück avancierte zum weltweiten Hit. Charakteristisch dabei sind die von Johann Sebastian Bach inspirierten Klänge der Hammond-Orgel. Zu den weiteren Ohrwürmern dieses ersten Kirchenkonzertes gehörte ebenso die g-Moll-Sinfonie Nummer 40, die Mozart im Juli 1788 in Wien komponierte sowie das Stück «Der einsame Hirte» von James Last. Nach dem Marsch «Lugano» von Franco Cesarini und drei Zugaben lud der Musikverein Harmonie die Blasmusikfreunde zum Apéro draussen vor die Kirche ein.

Ein anderer Klang in der Kirche
Michael Gut, Präsident der Birmensdorfer Harmonie, sagte vor der Aufführung: «Dieses erste Kirchenkonzert ist insofern speziell, dass es eben im Gotteshaus stattfindet. Und hier haben wir musikalisch und akustisch einen ganz anderen Klang als zum Beispiel im Brüelmattsaal.» Daher sei auch die Stückauswahl diesmal viel eher klassischer Natur. Cyrill Oberholzer, der den Musikverein Harmonie schon seit sieben Jahren dirigiert, sagte nach dem Konzert: «Ich bin mit meinen Musikantinnen und Musikanten sehr zufrieden. Sie haben wirklich ihr Bestes gegeben.» Der Birmensdorfer Gemeindepräsident Werner Steiner meinte beim Apéro kurz und bündig: «Es war einfach Klasse - alle haben super gespielt.» Und der Aescher Gemeindevorsteher Hans Jahn doppelte nach: «Mir haben die Werke dieses Kirchenkonzertes sehr gut gefallen.»