Dietikon

Aufgestellte Nackenhaare: Berrys Jazzstimme hat besonderen Charme

Eine kurze Kostprobe von Karin Berry

Eine kurze Kostprobe von Karin Berry

Glanzvoller Start in die neue Saison: Das Karin-Berry-Quartett bescherte den Zuhörern Gänsehaut. Das erste Konzert von Jazz-Dietikon in diesem Jahr hat die Latte hoch gesetzt.

Das Karin-Berry-Quartett hat die Besucher im ausverkauften Stadtkeller am Dienstagabend mit über hundert Minuten feinster Jazzmusik verwöhnt. Schon mit den ersten Tönen des Nat-King-Cole-Klassikers «I Was a Little Too Lonely» stellten sich vielen Zuhörern die Nackenhärchen auf. Allerorts machte sich Gänsehaut breit, die bis zum letzten Ton kaum mehr weichen wollte - die Zuschauer konnten das erste Konzert von «Jazz Dietikon» in diesem Jahr von Anfang bis Ende geniessen.

Bei «Sweet Sweet Georgia Brown» als Zugabe liess Karin Berry ihrer Kreativität nochmals freien Lauf.

Präsent in Ton und Performance

«Eine gute Sängerin begleiten zu dürfen, ist immer schön. Vor allem, wenn sie in Ton und Performance so präsent ist wie Karin Berry», sagte Pianist Stefan Stahel.

Beeindruckend war auch Karin Berrys Scat-Gesang. Dieser ist eine spezielle Form von improvisiertem Singen von rhythmisch und melodisch aneinandergereihten Silbenfolgen ohne Wortbedeutung, bei der die Stimme als Instrument benutzt wird. Bei vielen Songs konnte man eine stimmliche Ähnlichkeit mit Natalie Cole, der Tochter von Nat King Cole und Marie Ellington, nicht überhören. «Das ist natürlich ein ganz tolles Kompliment», freute sich Berry.

Neue Pläne mit «Schliere lacht»?

Wer den Namen Karin Berry in einem anderen Zusammenhang als mit Jazzmusik zu kennen glaubt, liegt nicht falsch: Die charmante Brünette, die für ihre Bühnenarbeit die Haare auch mal blond färbt, führte bei «Schliere lacht 2011» Regie.

«Musik, Performance, Theater und Regie - das gehört alles zusammen», erklärte Berry. Und so war es nicht verwunderlich, dass auch Rolf Wild, OK-Präsident des Schlieremer Humorfestivals, im Publikum sass. Ob Wild bei dieser Gelegenheit bereits «Schliere Lacht 2015» mit Karin Berry besprach? «Es gibt tatsächlich einige Geheimnisse, über die ich zurzeit nichts sagen darf», meinte Berry mit einem Augenzwinkern. Sie versprach jedoch, ihre Pläne der Limmattaler Zeitung zuerst zu verraten.

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