Ein Probelauf und zwei Zeitläufe hatte jeder Teilnehmer beim Seifenkistenrennen auf der Kasernenzufahrt Reppischtal zur Verfügung. Und wie jedes Jahr entschied die Haarnadelkurve wenige Sekunden nach dem Start sowie die Schikane bei Streckenhälfte über eine gute oder eben mässige Laufzeit. In vier Kategorien unterteilt, nahmen 25 Fahrer das Rennen in Angriff, das bei besten Bedingungen und unfallfrei durchgeführt werden konnte. Aus sportlicher Sicht überragten die klaren Sieger aus den Limmattaler Gemeinde Birmensdorf, Aesch und Urdorf.

Grosse Sicherheit

«Viele abgefahrene Autoreifen und Dutzende Strohballen entlang der Strecke sorgen für die grösstmögliche Sicherheit», bestätigte Stefan Zehner vom Organisationsteam. Schon früh am Morgen machten sich zahlreiche Helfer auf. Auch wenn es nur eine Rennstrecke für Seifenkisten ist, die Vorbereitungen sind jedes Jahr sehr intensiv.

Ebenfalls schon zeitig am Vorbereiten war das Team vom Formel-1-Club Urdorf. Auch für die diesjährige Austragung war die Mannschaft von Vize-Präsident Mike Müller für Speis und Trank verantwortlich. «Mit Pommes frites, Glace und Kuchen haben wir dieses Jahr unser Angebot stark ausgebaut», bestätigte Müller.

Trotz strahlendem Sonnenschein und herrlichen Temperaturen herrschte auf der Holzkohlenglut vom Grillmeister nie Flaute. Und gab es zwischendurch doch einmal ruhigere Momente, hockten die Clubmitglieder eng beieinander und schauten gebannt in ihre fernsehtauglichen Mobiltelefone. «Wir wussten früh genug, dass am gleichen Wochenende das Formel-1-Rennen in Monte Carlo stattfindet. Dank moderner Technik sind wir jedoch auch zwischen Formel-1-Hamburgern und unserem Spezialkaffee immer up to date, was auf der Rennstrecke im Fürstentum läuft», schmunzelte Vizepräsident Müller.

Viele Besucher

Sehr zahlreich sind auch dieses Jahr viele Familien mit ihrem Nachwuchs an die Rennstrecke gekommen. Daneben gehörten Grossmütter zu den ganz grossen Fans der Teilnehmer, oder waren die besten Trösterinnen, falls etwas nicht nach Wunsch lief. «Ich bin der Exklusiv-Sponsor meiner drei Enkelkinder», scherzte Walter Zehnder-Güntensperger. Im Sommer schraubt der Grossvater an den tollkühnen Seifenkisten herum, im Winter jedoch steht die elektrische Eisenbahn mehr im Zentrum des Interesses. «Seit vier Jahren nimmt mein Sohn am Rennen teil und erreichte dieses Jahr den ausgezeichneten siebten Platz», freute sich Yvonne Graf aus Birmensdorf über die Leistung ihres Sohnemanns.

«Leider haben sich auch dieses Jahr ein paar Teilnehmer weniger eingeschrieben», bestätigte Stefan Zehnder. Kein Wunder, wird händeringend nach einem Generationenwechsel gesucht, damit das Seifenkistenrennen nicht aussterben wird. «Mittlerweile haben wir über zehn eigene Seifenkisten zu Hause, die wir gerne verschenken würden, wenn wirklich Interesse besteht», sagte Yvonne Hanselmann. Interessenten im Alter zwischen 7 und 16 Jahren finden auf der Homepage der Gemeinde Birmensdorf nähere Informationen.