Die Kirchenuhr schlug halb acht, als viele Besucher am Donnerstag in das neue Pfarreizentrum Schlieren strömten. Auf dem Programm stand ein Konzert des Cäcilienchors, der mit einem abwechslungsreichen und erfrischenden Programm aufwartete. Das Repertoire war dreiteilig: Zuerst ein kirchlicher, dann ein weltlicher und zuletzt ein interaktiver Teil, bei dem das Publikum aktiv mitsingen durfte.

«Wir möchten heute unsere musikalische Vielseitigkeit zeigen», sagte Dirigent Gunhard Mattes zu Beginn. Er drehte sich, hob die Hände und eröffnete das Konzert mit «Ave Maris Stella». Die Stimmen, zart bis kräftig, erfüllten den grossen Raum
mit der Melodie. Die rund 20 Sängerinnen und Sänger wippten zur Musik, während
sie mit Noten in den Händen – und der eine oder andere auch mit einer Lesebrille – das Stück vortrugen.

Ein Highlight an diesem Abend war der «Irische Segensgruss». Denn diesen hat das älteste Chormitglied, eine 87-Jährige, ein wenig verändert, indem sie eine dritte Strophe schrieb: «Mögest du dies Haus in Gottes Namen segnen, möge es den Menschen Frieden geben», sang der Chor mit viel Schwung und Leidenschaft. «Die dritte Strophe ist eine Ehrerweisung und ein Dank, dass wir die Möglichkeit haben, in diesem neuen und akustisch tollen Pfarreizentrum arbeiten dürfen», sagte Mattes.

Dann folgte ein Solo auf dem neuen Steinway-Flügel durch Simon Nádasi, dem Chor- und Hauptorganisten der Kirche, der mit viel Hingabe Bachs «Präludium in g-Moll» spielte. Die Chormitglieder nahmen währenddessen auf ihren Stühlen Platz und verfolgten ebenfalls das Spiel des Pianisten.

«Der Klang des Flügels ist einfach wunderbar warm in allen Lagen», sagte Mattes zufrieden. Es sei ein Occasionsinstrument, dessen Kosten von der Gemeinde finanziert werde, unter anderem durch die Kollekte am Ende des Konzerts.

Das Publikum zeigt sich begeistert vom Konzert

Im zweiten, weltlichen Teil des Programms gab es musikalische Überraschungen zu erleben: Aus Mozarts «Eine kleine Nachtmusik» wurde «Uns’re kleine Nachtmusik», eine von Mattes melodisch leicht abgeänderte Version.

Weiter ging es mit einem Lied in französischer Sprache und einem weiteren, in welchem der Gesang mit künstlichem Vogelgezwitscher musikalisch verflochten wurde. Die originellen Ideen sorgten für Gelächter und Jubelrufe im Publikum.

Auch Chor-Präsidentin Rita Brändli zeigte sich zufrieden über das positive Echo: «Das macht uns natürlich stolz, wenn es dem Publikum gefällt.» Schliesslich hätten sowohl
der Chor als auch der Dirigent hohe Ansprüche an sich selbst. Nach dem Konzert liess man den Abend bei Wein, Grill und entspannten Gesprächen ausklingen.