Der deutsche Lyriker Eduard Mörike beschreibt in seinem bekannten Gedicht den Frühling folgendermassen: «Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte, süsse, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land. Veilchen träumen schon, wollen balde kommen. Horch, von fern ein leiser Harfenton! Frühling, ja du bist’s! Dich hab ich vernommen!»

Auch im Limmattal haben die Menschen nach dem frostigen grau in grau der vergangenen Wochen am Wochenende nun den leisen Harfenton des Frühlings vernommen. Sie verlassen die Häuser und entdecken den Frühling.

Strahlend blau zeigt sich an diesem Sonntag der Himmel. Angenehme 20 Grad vermeldet das Thermometer. Und so herrscht allenthalben zu Lande und zu Wasser reges Treiben. Entlang der Limmat flanieren die Menschen in Scharen auf den Uferwegen. Ganze Familien sind mit ihren «Muskelporsches» inklusive Anhänger unterwegs. Jogger kommen auf ihren täglichen Trainingsstrecken nun endlich ins Schwitzen. Und Hunde lechzen nach dem kühlen Nass des Flusses.

Baustelle ab Höngg

Besonders dicht ist der Langsamverkehr rechts der Limmat ab Höngg. Der Grund: Der linke Limmatuferweg ist bis weit ins Limmattal wegen Bauarbeiten gesperrt. Doch kein Murren ist ob des dichten Fussgänger- und Veloverkehrs zu vernehmen. Die Frühlingssonne scheint auch die Gemüter zu erheitern.

Irgendwo brütet ein Schwan. Auch die Enten flirten nahe am Wasser. Sie alle spüren den Frühling. Auf den Kinderspielplätzen tummeln sich Kinder, während Eltern sich zurücklehnen und in die Sonne blinzeln. In den Gärten spriessen die Tulpen, Osterglocken, Veilchen und Buschwindröschen.

Wohlan: Die schönste und farbigste Jahreszeit kann in ihrer ganzen Farbenpracht kommen!