Unterengstringen
Altes Büel-Schulhaus soll Anbau erhalten

In Unterengstringen stehen mehr Zimmer für die Schülerschaft und neue Räume für die Schulverwaltung zur Debatte.

David Egger
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Bis 2021 erwartet Unterengstringen 30 Primar- und Kindergartenschüler mehr. Die Primarschulpflege will darum das Schulhaus Büel A (im Bild die Südseite) auf der nördlichen Seite mit einem dreistöckigen Anbau erweitern.

Bis 2021 erwartet Unterengstringen 30 Primar- und Kindergartenschüler mehr. Die Primarschulpflege will darum das Schulhaus Büel A (im Bild die Südseite) auf der nördlichen Seite mit einem dreistöckigen Anbau erweitern.

deg/archiv

Derzeit gehen in Unterengstringen rund 275 Kinder zur Schule. Bis 2021 werden es gemäss konservativ gehaltener Schätzung 305 Kinder sein. Das entspricht einer zusätzlichen Primarschul- und einer zusätzlichen Kindergartenklasse. Für die Zeit danach ist mit weiterem Wachstum zu rechnen. Vor diesem Hintergrund beantragt die Schulpflege der Primarschulgemeindeversammlung von morgen Abend einen Kredit von 275'000 Franken, damit sie die Erweiterung des Schulhauses Büel A planen kann.

Geplant ist ein Anbau auf der rückwärtigen, der Schulwiese und den Feldern zugewandten Seite des Schulhauses. Gleichzeitig mit dem Bau soll der alte Teil des Schulhauses Büel A saniert werden, der zuletzt immer wieder Probleme machte. Die über 50 Jahre alte Haustechnik erfüllt heutige Ansprüche nicht mehr. Die Unterhaltskosten seien in den letzten Jahren stark gestiegen, schreibt die Schulpflege in der Weisung.

Baukosten: 4,225 Mio. Franken

Vorgesehen ist, dass die Planung im März fertig wird. Dann kommt die vorberatende Gemeindeversammlung und schliesslich noch im ersten Halbjahr 2018 die Urnenabstimmung über den Baukredit. Dieser wird voraussichtlich 4,225 Millionen Franken betragen. Angesichts der zur Verfügung stehenden Abstimmungstermine werden die Stimmbürger also am 15. April, 22. April oder spätestens am 10. Juni über das Geschäft befinden können.

Mit dem Anbau wird der Gang des Schulhauses Büel A künftig zu beiden Seiten über Räume verfügen – er befindet sich dann also in der Mitte und nicht mehr am Rand.

Im Erdgeschoss des Anbaus werden die Schulverwaltung, die Schulsozialarbeit und die Logopädie unterkommen, deren Räume heute noch im alten Gebäudeteil untergebracht sind. So wird in diesem Platz frei für weitere Klassenzimmer und Gruppenräume. Im Obergeschoss des Anbaus kommen ebenfalls Klassenzimmer und ein Gruppenraum unter, im Untergeschoss entstehen vielseitig verwendbare Räume, die dereinst als Klassenzimmer gebraucht werden könnten, sobald dies nötig ist.

Die Planung des Anbaus geschah bisher unter der Ägide der Primarschulpflege und deren Baukommission. Mit dem Jahreswechsel untersteht sie neu dem Gemeinderat – dann wird Unterengstringen zur Einheitsgemeinde, basierend auf dem deutlichen Volksentscheid vom 12. Februar dieses Jahres. Die Baukommission der Schulpflege ist aber weiterhin involviert. Zudem wird eine Lehrperson als beratende Stimme beigezogen.

Das erste Einheitsbudget steht an

Das Budget, über das die Versammlung ebenfalls entscheiden wird, ist das erste der Einheitsgemeinde. Es sieht einen gleichbleibenden Steuerfuss von 84 Prozent vor. Zusammen mit jenem der Oberstufenschule Weiningen ergibt sich so ein Gesamtsteuerfuss für Unterengstringen von 100 Prozent. Mit diesem soll 2018 ein Plus von von 370'000 Franken resultieren. Dies bei einem Aufwand von rund 20,47 Millionen Franken. Das Eigenkapital vergrössert sich damit auf etwas über neun Millionen Franken. Bei den einzelnen Posten fällt auf, dass die Kosten im Bereich Gesundheit und Soziales auch in Unterengstringen steigen. Die Pflegefinanzierung schlägt total mit 260'000 Franken mehr zu Buche (gegenüber 2017). Die speziellste Mehreinnahme ist im Posten Gemeindeverwaltung enthalten: Wegen der Verwandlung in eine Einheitsgemeinde zahlt der Kanton 100'000 Franken als Unterstützung.

Aus dem Budget wird zudem klar: Auch beim alten Gemeindehaus geht es vorwärts. Die Obergeschosse sollen zu Wohnungen werden, das Erdgeschoss zu Gewerberaum. Ein entsprechendes Geschäft zuhanden der Gemeindeversammlung ist in Vorbereitung.

Weitere Themen: Nach mehr iPads sind jetzt mehr Wasser und mehr Personal beantragt

Neben der Ausbauplanung zum Schulhaus Büel B befindet die Unterengstringer Primarschulgemeindeversammlung morgen Abend über drei Abrechnungen. Der im Juni 2016 gesprochene Kredit von 290'000 Franken für iPads, ein besseres Netzwerk und mehr wurde um 13'000 Franken unterschritten. Der ebenfalls 2016 gesprochene Kredit von 60'000 Franken zur Sanierung des Spielplatzes beim Pavillon der Schul- und Freizeitanlage Büel wurde um 4000 Franken unterschritten. Und der vor zweieinhalb Jahren gesprochene Kredit von 190'000 Franken für die neue Schulzimmerausstattung wurde sogar um 42'000 Franken unterschritten. Die Versammlung der politischen Gemeinde stimmt zusätzlich zum Budget über die neue Gebührenverordnung und eine neue Hauswart-Stelle (100-Prozent-Pensum) sowie ein zusätzliches 50-Prozent-Pensum in der Gemeindekanzlei respektive der Einwohnerkontrolle ab. Zudem sind zwei Kredite im Umfang von total 91'000 Franken beantragt, damit sich Unterengstringen mit 24'000 Franken an der Projektierung des neu zu bauenden Reservoirs Gubrist in Weiningen und mit 67'000 Franken an der Projektierung des Anschlusses an das neue Reservoir beteiligen kann. (deg)

Unterengstringer Gemeindeversammlung: am Donnerstag, 7. Dezember, um 20 Uhr im Gemeindesaal Büel.