Alleinerziehende
Alleinerziehende suchen Verstärkung

Im allmonatlichen Treff der reformierten Kirchgemeinde können Alleinerziehende Zeit zusammen verbringen, während ihre Kinder miteinander spielen.

Julia Fischhaber
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Treff für Alleinerziehende

Treff für Alleinerziehende

Julia Fischhaber

Als alleinerziehender Elternteil ist es nicht einfach, Gleichgesinnte zu finden – obwohl der Drang nach Gesellschaft gerade bei Alleinstehenden oft gross ist. Dies hat auch Beatrice Bieri erkannt.

Als Sozialdiakonin der reformierten Kirchgemeinde Dietikon hat sie deshalb im August 2012 das Treffen für Alleinerziehende ins Leben gerufen.

Ziel ist es, Müttern und Vätern einmal pro Monat jeweils samstags die Möglichkeit zu geben, sich über den Alltag als Alleinerziehende auszutauschen.

Alleinerziehende stehen oft alleine da

Simona G., von Beginn an Teil der Gruppe und alleinerziehende Mutter eines kleinen Mädchens, weiss, dass das Leben ohne Partner nicht immer einfach ist: «Man findet nicht leicht andere Alleinerziehende, deren Kinder gleich alt sind wie meine Tochter. Gerade das erste Jahr gestaltete sich diesbezüglich schwierig.»

Markus V., Vater des 5-jährigen Yonnick, sieht das ähnlich. «Unter der Woche gibt es für Eltern und Kinder ein riesiges Angebot. Am Wochenende sieht es allerdings anders aus, dann gehen die Familien zusammen weg – und als Alleinerziehender stehst du alleine da. Die Museen hast du irgendwann auch alle gesehen», so der einzige Mann der Runde.

Ansturm bleibt aus

Heute gehören neben Beatrice Bieri vier Eltern zum festen Kern der Gruppe. Einen Ansturm gab es auf das Angebot nie, ganz zum Erstaunen der Gründerin: «Ich weiss, dass es im Limmattal viele Alleinerziehende gibt und ich bin mir sicher, dass Bedarf an einem solchen Treffen besteht. Wahrscheinlich wissen die Leute einfach nichts davon.»

Alleinerziehende treffen

Am 13. April von 11 bis 15 Uhr findet das nächste Treffen statt. Für weitere Informationen steht Beatrice Bieri zur Verfügung:
beatrice.bieri@ref-dietikon.ch

An der Stimmung in der Gruppe kann es nicht liegen, dass das Interesse spärlich bleibt – diese ist ausgelassen und angenehm. Während die Eltern Kaffee trinkend plaudern, tollen die Kinder durch den mit Spielzeug gefüllten Raum. Spontan und unverbindlich soll die Zusammenkunft sein, da sind sich die Teilnehmer einig.

Es wird gemeinsam gekocht, gegessen und gespielt: Ein normaler Samstagnachmittag in guter Gesellschaft eben. Eine Gesellschaft, die laut Teilnehmern gerne noch etwas wachsen darf.

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