Limmattal
Acapulco Stage Divers: «Bei uns ist der Song der Chef»

Die «Acapulco Stage Divers» warten mit einem neuen Videoclip und einer EP auf die Reaktionen ihrer Fans. Nebst den verschiedenen Aufnahmen finden die fünf Musiker immer wieder Zeit für Auftritte und Soloprojekte - das alles neben geregelten Jobs.

Sandro Zimmerli
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Die «Acapulco Stage Divers» bestehen aus Bassist Oli Müller (v.l.), Gitarrist Stefano Pedrazzi, Sänger Thomas Hoffmann, Schlagzeuger Mario Kummer und Gitarrist Ken Ebizuka.

Die «Acapulco Stage Divers» bestehen aus Bassist Oli Müller (v.l.), Gitarrist Stefano Pedrazzi, Sänger Thomas Hoffmann, Schlagzeuger Mario Kummer und Gitarrist Ken Ebizuka.

Zur Verfügung gestellt

«Wir sind sehr produktiv», sagt Thomas Hoffmann, Sänger der «Acapulco Stage Divers», und übertreibt dabei keineswegs. Die Limmattaler Band hat erst letztes Jahr ihr Album «Ahoi Nacht Ahoi Camerado» veröffentlicht. Nun sind bereits wieder sechs neue Songs eingespielt, die ab dem 22. September unter dem Titel «Ich bin Geschichte» im Handel erhältlich sind. Für Ende 2012 ist ein weiteres Album in Planung. Zudem erscheint Anfang Juni dieses Jahres ein Videoclip, der zweite in der Bandgeschichte.

Nebst den verschiedenen Aufnahmen finden die fünf Musiker immer wieder Zeit für Auftritte und Soloprojekte - das alles neben geregelten Jobs. «Wir wollen uns stetig weiterentwickeln. Ist ein Projekt abgeschlossen, folgt das nächste», sagt Hoffmann. Es langweile sie, beispielsweise, ein Jahr lang an den Konzerten immer dasselbe Set zu spielen. Im Fall von «Ich bin Geschichte» habe man genug Material gehabt, das auch noch gut zusammengepasst habe. «Deshalb wollten wir nicht warten und haben die Songs aufgenommen», so Hoffmann. Ziel sei es, stetig neue Dinge auszuprobieren.

Ruhige und energievolle Songs

So wurde auf «Ich bin Geschichte» das Instrumentenrepertoire um eine Geige und eine Mundharmonika erweitert. Zudem kommen Chöre zum Einsatz. Die Songs klingen ruhig und dennoch energievoll, wie beispielsweise «Bruce Springsteen». «Als wir den Song zum ersten Mal spielten, spürten wir eine starke Energie. Ähnlich wie das auch bei Springsteen ist», sagt Hoffmann. Der amerikanische Rockstar dient jedoch nur bedingt als Referenz, um die Musik der «Acapulco Stage Divers» zu beschreiben. Vielmehr tönen die Songs nach Folkrock. «Bei Springsteen als Vorgruppe aufzutreten, würden wir aber nicht ablehnen. Uns gefällt seine Art», sind sich die Musiker einig.

Überhaupt herrscht zwischen den Musikern viel Einigkeit. «Wir komponieren unsere Songs immer zusammen. Jeder ist an seinem Instrument der Chef», so Hoffmann. Über allem stehe ohnehin der Song. «Im Ergebnis heisst das, dass bei uns ist der Song der Chef ist», sagt der Sänger.

Der neue Gitarrist ist schon nicht mehr so neu

Dass diese Arbeitsweise so gut funktioniert, liegt an der Geschichte der Band. Seit über 12 Jahren spielen Bassist Oli Müller, Gitarrist Stefano Pedrazzi, Schlagzeuger Mario Kummer und Sänger Thomas Hoffmann zusammen. Der neue Gitarrist Ken Ebizuka ist mittlerweile auch schon seit fünf Jahren in der Band. «Ich habe zuvor bereits in verschiedenen anderen Formationen gespielt. Ich habe aber noch nie ein solch engagierte Gruppe gesehen. Das ist nicht selbstverständlich», sagt Ebizuka. «Dafür haben wir auch viel investiert», fügt Kummer an.

Diese Freundschaft und das Vertrauen ineinander hilft der Band auch auf der Bühne. «Wir sind gut eingespielt. Es ist immer noch das beste Gefühl, auf der Bühne zu stehen», sagt Hoffmann. Das Vertrauen unter den Musiker geht aber über die Live-Auftritte hinaus. Jeder hat seine Aufgabe innerhalb der Band. So ist Schlagzeuger Kummer für den Auftritt der Gruppe im Internet verantwortlich. Pedrazzi und Müller sind die Techniker. Sie besorgen die Aufnahmen.

Auftritt am Weininger Rebblütenfest

Müller ist überdies auch für den neuen Videoclip verantwortlich. «Es ist eine Art Collage mit Fotos von uns. Diese werden in einem Stop-Motion-Verfahren zum Laufen gebracht», erklärt Müller. Bislang sei der Rohschnitt gemacht. Eine Veröffentlichung erfolge in den nächsten Wochen.

Dann steht auch eine weitere Bandpremiere auf dem Programm. «Zum ersten Mal in unserer Geschichte treten wir am Weininger Rebblütenfest auf», so Müller. Viele weitere Konzerte, unter anderem auch im Ausland, sollen noch folgen. «Als nächstes wäre es schön, in Österreich oder Deutschland zu spielen», sagt Pedrazzi.