Drei Kandidaten für ein Amt. Die Ausgangslage für die Schulpräsidium-Wahlen der Schulpflege Urdorf versprach einen spannenden Wahlkampf. Kurz nach 16 Uhr gestern Nachmittag hatten die möglichen Nachfolger von Schulpräsident Stefan Zehnder (parteilos) Irmgard Struchen (CVP), René Eberle (SVP) und Markus Fuchs (SP) Gewissheit. Keiner der drei erreichte das Absolute Mehr von 892 Stimmen. Die derzeitige Schulfinanzvorsteherin Irmgard Struchen holte sich 658 Stimmen und erreichte damit das beste Resultat. Abgeschlagen hinter ihr liegen Schulliegenschaftenvorsteher René Eberle mit 445 und Musikschulvorsteher Markus Fuchs mit 412 Stimmen. Das heisst, dass es am 22. April zu einem zweiten Wahlgang kommt. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp 39 Prozent.

Gute Chancen

Das Ergebnis kam für die beiden Anwärter und die Anwärterin nicht aus heiterem Himmel. «Bei drei Kandidaten fürs Präsidium war ein solches Resultat zu erwarten», sagte Struchen. Sie freue sich über den grossen Vorsprung vor ihren Kontrahenten. «Das Ergebnis zeigt, dass die Leute mit meiner Arbeit als Schulfinanzvorsteherin zufrieden sind.» Profitiert habe sie von der Unterstützung der Mitte-Parteien. Struchen will zum zweiten Wahlgang antreten. «Wenn ich das Resultat betrachte, denke ich, dass ich gute Chancen habe.» Ganz sicher, könne man sich aber nie sein. «Es hängt auch von den Entscheidungen meiner Mitstreiter ab», sagte Struchen. Mit 1231 Stimmen wurde sie als Schulpflegemitglied in die Behörde gewählt.

Die Mitte-Allianz wirkte sich für Struchens Gegner aus dem rechten und linken Lager negativ aus. «Die Allianz spielte bei diesen Wahlen eine entscheidende Rolle», sagte Fuchs. Ob er zum zweiten Wahlgang antritt, lässt er offen. «Ich werde das Resultat mit meinem Wahlkampfteam besprechen und dann schauen, wie es weiter geht.» Fuchs wurde mit 1025 Stimmen in die Schulpflege gewählt. Er wolle dieses gute Resultat erst einmal geniessen.

Auch für Eberle war gestern eine zweite Kandidatur noch unklar. «Ich werde die Resultate analysieren und schaue, was es braucht, um nochmals anzutreten.» Er verriet: «Ich bin ein Kämpfer und gebe nicht so schnell auf.» Enttäuscht war Eberle über sein Abschneiden bei den Schulpflege-Wahlen. Er wurde mit 937 Stimmen in die Behörde gewählt und erzielte damit das zweitschlechteste Resultat. «Ich bin seit 2002 im Amt und habe als Schulliegenschaftsvorstand einige Sanierungen und Neubauten realisieren können. Ich hätte erwartet, dass die Bürger das zu schätzen wissen.»

Für die die neun Schulpflegesitze interessierten sich insgesamt zehn Kandidaten. Drei neue Gesichter schafften es in die Behörde. Emine Osmani (SP) wurde mit 965 Stimmen gewählt. Jürg Rimann (GLP) erhielt 1081 Stimmen. Christa Büchel (FDP) holte sich sogar 1107 Stimmen. Der parteilose Marcel Weber erreichte nur 867 Stimmen, was für den Einzug in die Schulpflege nicht reichte. Bestätigt wurden die bisherigen Schulpflegemitglieder Barbara Meerwein (FDP) mit 1107, Roger Schmidinger (SVP) mit 1028, und Theres Seiler Brühweiler (EVP) mit 1234 Stimmen.