Coronavirus

80 Prozent der Corona-Intensivpatienten sind Männer – Unispital hofft auf Ebola-Medikament

Männer sind deutlich häufiger von einem schweren Covid-19-Verlauf betroffen als Frauen. Im Unispital sind 80 Prozent der Intensivpatienten Männer. Viele hängen mittlerweile auch noch an der Dialyse. (Archivbild)

Männer sind deutlich häufiger von einem schweren Covid-19-Verlauf betroffen als Frauen. Im Unispital sind 80 Prozent der Intensivpatienten Männer. Viele hängen mittlerweile auch noch an der Dialyse. (Archivbild)

Im Zürcher Universitätsspital liegen aktuell 35 Patientinnen und Patienten mit Covid-19, davon 15 auf der Intensivstation. Männer sind deutlich häufiger von einem schweren Verlauf betroffen als Frauen.

80 Prozent der Patienten, die wegen einer Covid-19-Erkrankung bisher auf die Intensivstation mussten, sind männlich, wie die Verantwortlichen des Universitätsspitals am Dienstag vor den Medien erklärten. 80 bis 90 Prozent von ihnen mussten beatmet werden.

Meist werden die Patienten 12 bis 14 Tage lang mit Sauerstoff versorgt. In einem Fall dauerte die Zeit am Beatmungsgerät 18 Tage. Junge Patienten mussten am Universitätsspital bisher nicht auf die Intensivstation verlegt werden. Die Hälfte der Patientinnen und Patienten sei zwischen 50 und 60 Jahre alt, die andere Hälfte älter.

Unispital will Ebola-Medikament einsetzen

Die meisten Covid-19-Intensivpatienten leiden unter Vorerkrankungen wie Herzproblemen, hohem Blutdruck oder Diabetes. Wegen der Corona-Infektion kommt oft auch noch Nierenversagen hinzu. Die Hälfte der Intensivpatienten hängt aktuell an der Dialyse.

Das Universitätsspital Zürich hofft, dass die Corona-Infizierten ab dieser Woche mit dem Ebola-Medikament Remdesivir behandelt werden können. Es gebe keine saubere Studie darüber, dass dieses Medikament wirklich helfe, aber es sei eine Hoffnung.

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