Dietikon
75 Kubikmeter Sägemehl für das Spektakel der Bösen

Der Schwingklub Glatt- und Limmattal hat die Dietiker Stadthalle in eine Schwingarena verwandelt. Mit Traktor und Anhänger transportierten die Helfer das Sägemehl von einer Sägerei bei Bachs zur Stadthalle.

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75 Kubikmeter Sägemehl für das Spektakel der Bösen in Dietikon
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 Vorbereitungen für die Niklausschwinget in der Stadthalle Dietikon.

75 Kubikmeter Sägemehl für das Spektakel der Bösen in Dietikon

Mitglieder des Schwingklubs Glatt- und Limmattal haben am Samstag in der Stadthalle Dietikon die drei Ringe gebaut, welche heute am 73. Niklausschwinget im Zentrum des Geschehens stehen.

Hier wurden die Anhänger gekippt und das Sägemehl mithilfe von Schubkarren auf die drei Plastikbecken verteilt, welche die Fundamente der Ringe bilden. Mit Schaufel und Rechen verteilten die Helfer das Sägemehl dann gleichmässig in den Ringen.

Was nach einer zwar anstrengenden, aber einfachen Arbeit aussieht, weist durchaus Finessen auf. Anton Senn, Veteran beim Schwingklub und seit 1962 bei der Niklausschwinget im Limmattal dabei, erklärt, worauf es beim Ringbauen ankommt: «Am Rand des Rings muss das Sägemehl fest gepresst werden. Sonst fällt zu viel Sägemehl aus dem Ring und fehlt in der Mitte, wo gekämpft wird.» Für die drei Ringe in der Dietiker Stadthalle benötigt der Schwingklub insgesamt 75 Kubikmeter Sägemehl.

Rind Wirta zu gewinnen

Zum Niklausschwinget treten heute über 100 Schwinger aus allen Landesteilen an. Der Wettkampf beginnt um 8.30 Uhr, der Schlussgang ist auf 16.30 Uhr angesetzt. Gefragt nach seinem Favoriten für die Schlusspaarung, gibt sich Veteran Senn wortkarg.

Er erwähnt Lokalmatador Jodok Huber und dessen Leistung am Eidgenössischen Schwingfest vom August in Frauenfeld - Huber brachte einen Kranz ins Limmattal. Es hätten sich dem Vernehmen nach aber noch weitere Kranzgewinner - im Jargon als «Eidgenossen» bezeichnet - angemeldet, weiss Senn.

Dann liefert er die Erklärung für seine Zurückhaltung: Unter freiem Himmel gewonnene Auszeichnungen taugten nicht, um die Leistung an einem Wettkampf in der Halle vorherzusagen. «In der Halle ist alles ein bisschen anders», sagt Senn. Beispielsweise werde andere Luft eingeatmet, die Schwinger müssten deshalb anders atmen.

Wer auch immer im Schlussgang stehen wird: Dem Sieger des Schwingets steht Wirta zu, ein in Weiningen von Peter Haug gezüchtetes Rind. (ni)