Flughafen Zürich
50 Minuten Wartezeit: Reisende ärgern sich über neue Passkontrollen

Eigentlich sollten die automatischen Passkontrollen für kürzere Wartezeiten bei der Einreise sorgen. Derzeit aber passiert genau das Gegenteil. Am vergangenen Wochenende mussten bereits Hunderte Fluggäste in den Warteschlangen Geduld haben.

Michael Caplazi
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Passkontrolle
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Die Passagiere müssen im Besitz eines biometrischen Passes sein.
Der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr passiert die automatisierte Passkontrolle am Flughafen Zürich.

Passkontrolle

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Um die neuen Schleusen nützen zu können, muss ein Reisender mehrere Bedingungen erfüllen: Erstens muss er im Besitz eines biometrischen Passes und zweitens mindestens 18 Jahre alt sein sowie drittens aus einem EU-Land oder der Schweiz stammen.
Mit der Einführung der automatischen Passkontrolle am Flughafen Zürich sollte eigentlich die Wartezeit für die Einreise verkürzt werden – das könnte dann auch tatsächlich eines Tages der Fall sein. Vorläufig aber führen die neuen Schleusen beziehungsweise deren Benutzung zu längeren Wartezeiten für einreisende Passagiere.
So mussten sich am vergangenen Wochenende teils Hunderte Fluggäste in den Warteschlangen in Geduld üben. «Die Wartezeit betrug maximal 50 Minuten», sagt Sonja Zöchling von der Pressestelle des Flughafens. Viele Einreisende hätten die automatische Passkontrolle nutzen wollen, obwohl sie teilweise die Bedingungen hierfür nicht erfüllten. Was schliesslich dazu führte, dass sich übermässig grosse Warteschlangen bildeten, weil es einfach nicht mehr vorwärtsging.

Mehr Platz ab Frühjahr

Zöchling erklärte weiter, dass die Umbauarbeiten in der Halle noch im vollen Gang seien. Erst im nächsten Frühling würden die Arbeiten abgeschlossen sein. «Dann steht auch mehr Platz zur Verfügung, den wir geschickter nutzen können», so Sonja Zöchling. Konkret könnten dadurch die Schalter besser verteilt werden. Dass sich einige der Einreisenden darüber ärgerten, dass trotz der langen Warteschlange einige Schalter nicht besetzt waren, sei durchaus nachvollziehbar. Die Passkontrolle ist eine hoheitliche Aufgabe, welche am Flughafen im Verantwortungsbereich der Kantonspolizei Zürich liegt.
Angesprochen auf dieses Problem, sagt Marc Besson, Sprecher der Kapo Zürich: «Es waren nicht weniger Schalter offen als sonst.» Man sei sich aber durchaus bewusst, dass in Spitzenzeiten, wie zum Beispiel während der bevorstehenden Herbstferien, mehr Personal eingesetzt werden muss. «Anhand unserer Erfahrungswerte planen wir das entsprechende Aufgebot.» Deshalb werden während der kommenden Ferienzeit mehr Schalter besetzt sein.