Limmattaler des Jahres

450 Stimmen für das Pflegeteam 5 Ost: Ihr Einsatz im Coronajahr beeindruckt

Leistung in Krisenzeiten: Die Leserschaft würdigte den unermüdlichen Einsatz das Pflegeteams 5 Ost.

Leistung in Krisenzeiten: Die Leserschaft würdigte den unermüdlichen Einsatz das Pflegeteams 5 Ost.

Die Mitarbeitenden des Pflegeteams 5 Ost des Spitals Limmattal wurden von den Leserinnen und Lesern zu den Limmattalern des Jahres 2020 ernannt. Die 450 Stimmen für sie sind ein Rekord.

Der Entscheid ist gefallen: Die Leserinnen und Leser der «Limmattaler Zeitung» haben die Mitarbeitenden des Pflegeteams 5 Ost des Spitals Limmattal in Schlieren zu den Limmattalern des Jahres 2020 gekürt.

Das 45-köpfige Team hat sich seit Ausbruch der Coronapandemie im März auf der Bettenstation 5 Ost im Limmi um fast 200 Corona-Patienten gekümmert. Trotz Mehrbelastung in der Covid-19-Isolationszone haben die Mitarbeitenden ihre Motivation ebenso wenig verloren wie ihren Humor. Die grossartige Leistung in der Krisenzeit wurde nun von der Leserschaft gewürdigt. 450 Stimmen erhielt das Pflegeteam 5 Ost. Ein Rekord: Noch nie wurde eine Nominierte oder ein Nominierter mit so vielen Stimmen bedacht.

Der zweite Platz geht ebenfalls nach Schlieren. Daniel Dormann holte 130 Stimmen. Der Leiter der städtischen Abteilung Tiefbau wurde vom Stadtrat zum «Kümmerer» der «Pischte 52» ernannt. In dieser Funktion setzt Dormann sich mit viel Herzblut und Elan für Schlierens künftiges Zentrum auf der stillgelegten Badenerstrasse ein. Mit dem Projekt Pischte 52 versucht der Schlieremer Stadtrat, herauszufinden, wie das Gebiet zwischen Stadtplatz und Geissweid genutzt werden könnte. Die Bevölkerung kann Ideen einreichen, die auf der Brache umgesetzt werden.

«Nur Klatschen auf dem Balkon allein genügt nicht»

Bettina Felder, Inhaberin des Coiffeursalons Löckli in Oberengstringen, schaffte es mit 64 Stimmen auf den dritten Platz. Nach dem Lockdown im Frühling kam die Coiffeurmeisterin auf die Idee, fünf Prozent ihres Monatsumsatzes im Juli an die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe zu spenden, die kranken und beeinträchtigten Kindern Herzenswünsche erfüllt. Felder sammelte mit ihrer Kollegin, der ehemaligen Ladeninhaberin Uschi Huwiler, stolze 1600 Franken. Im Coronajahr 2020 führte bei der Wahl jedoch kein Weg am Pflegeteam 5 Ost des Limmi vorbei. Das Virus prägte und veränderte den Lebensalltag von uns allen und zeigte deutlich auf, wie bedeutend die Arbeit der Pflegenden im ganzen Land ist. Davon zeugen die vielen Zuschriften, die nicht nur aus Schlieren und dem Limmattal, sondern auch aus Wettingen, Lenzburg, Olten, Kriens oder gar Engelberg stammen. «Diese Leute haben einen unermüdlichen Einsatz geleistet und tun es immer noch. Herzlichen Dank an alle Pflegefachleute, wo immer sie auch im Einsatz sind», schreibt eine Wählerin. Und eine andere findet: «Möge das Pflegeteam 5 Ost gewinnen. Sie leisten Grossartiges unter Gefährdung der eigenen Gesundheit. Nur Klatschen auf dem Balkon allein genügt nicht.»

Raphaela Bernold, Stationsleiterin der Bettenstation 5 Ost, zeigt sich gestern erfreut über die Wahl: «Ich freue mich sehr für mein Team und danke den Leserinnen und Lesern der ‹Limmattaler Zeitung› von Herzen. Ich kann es kaum erwarten, meinen Kolleginnen und Kollegen die frohe Botschaft zu überbringen.» Es sei ein schönes Zeichen der Wertschätzung und der Anerkennung für sie als Pflegefachkräfte. «Im Alltag erhalten wir bereits viele positive Rückmeldungen von unseren Patientinnen und Patienten sowie ihren Angehörigen. Dass wir das jetzt zusätzlich in diesem offiziellen Rahmen hören und spüren, tut gut», sagt Bernold.

Gute Zusammenarbeit im Spital half Personal an der Front

Für sie steht die Wahl sinnbildlich für alle Pflegefachkräfte im Land, aber auch für alle Mitarbeitenden des Spitals Limmattal. «Das Team und ich hätten diesen Einsatz nicht leisten können, wenn nicht alle Schnittstellen im Haus so gut zusammengearbeitet hätten. Auch die Notfallstation, die Intensivstation, der Patientenservice sowie alle anderen Mitarbeitenden tragen dazu bei, dass wir an der Front die Patienten so gut betreuen können», sagt Bernold.

Die Würdigung durch die Leserschaft will sie mit ihrem Team nächstes Jahr bei einem Essen nachfeiern, sofern dies die Coronasituation zulässt. Wer zur Belohnung mit einer Begleitung eine Nacht im Seminar- und Wellnesshotel Stoos verbringen darf, werde teamintern ausgelost, so Bernold. «Ich gönne es jedem einzelnen Teammitglied von Herzen.»

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