An fünf Schulen wird ab diesem Schuljahr auch in der Schule gegessen - bis 2025 sollen dann alle Stadtzürcher Schulen Tagesschulen sein.

Mit dem Projekt "Tagesschule 2025" möchte die Stadt Zürich dereinst jährlich 30 bis 40 Millionen Franken einsparen. Fünf Schulen haben mit dem Start des Schuljahres 2016/17 den Testlauf für das Projekt begonnen. Es sind dies die Schulen Aegerten (Uto), Am Wasser (Waidberg), Albisriederplatz (Limmattal), Blumenfeld (Glattal) und Leutschenbach (Schwamendingen).

Die Anzahl Schülerinnen und Schüler in der Stadt Zürich wächst rasant, wie das Stadtzürcher Schulamt am Montag in einer Mitteilung schreibt. Rund 1000 Kinder mehr als im Vorjahr starteten am Montag ins neue Schuljahr. Mit dem Betrieb von Tagesschulen wurde eine neue Ära eingeläutet.

Tagesschulstart mit Misstönen

Tagesschulstart mit Misstönen

In 9 Jahren sollen alle Schulen der Stadt zu Tagesschulen werden. 5 Schulhäuser sind es schon. Das begeistert jedoch nicht alle Eltern.

Über Mittag von den Lehrern betreut

So werden die Kinder mit Nachmittagsunterricht der fünf beteiligten Schulen neu über Mittag im Schulhaus bleiben. Die bereits bestehenden Blockzeiten am Morgen werden damit bis nach Ende der letzten Nachmittagsstunde ausgedehnt. Weil dadurch die Mittagszeit kürzer ausfällt, können Personalkosten gesenkt werden.

Die Kinder werden von den Hortleiterinnen und -leitern sowie zusätzlich neu auch von den Lehrern betreut. Für sechs Franken erhalten sie eine warme Mahlzeit. Ergänzend steht das heutige Betreuungsangebot zur Verfügung. Damit ist bei Bedarf eine Betreuung von 7 bis 18 Uhr sichergestellt.

Grosse Akzeptanz bei den Eltern

Die Teilnahme am Mittagessen ist freiwillig. Die Akzeptanz bei den Eltern für das Projekt sei sehr gross, sagte Regina Kesselring vom Schuldepartement auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. "Die Abmeldungen sind gering, nur etwa 10 Prozent der Kinder gehen nach Hause fürs Mittagessen."

Im neu in Betrieb genommenen Schulhaus Blumenfeld im Schulkreis Glattal etwa wurden von 440 Kindern nur gerade 20 für die Mittagsbetreuung abgemeldet, wie Kesselring sagte. Sie geht davon aus, dass in Zukunft das Interesse an der Tagesschule steige - vor allem auch bei den Kindern selbst.

Das nun laufende Pilotprojekt dauert bis 2018. Das Stadtparlament hatte dafür 19 Millionen Franken bewilligt. Ab 2018 werden sich weitere Schulen anschliessen. Welche das sein werden, muss gemäss Kesselring noch evaluiert werden. Sie geht davon aus, dass die Tagesschule ein Selbstläufer ist und bis 2025 praktisch alle Schulen dabei sein werden.