Dietikon

100 Jahre Sport Union Schweiz: Für das Jubiläum kehrte der Verband zum Gründungsort zurück

Die Sport Union Schweiz feierte am Samstag in der Stadthalle Dietikon ihr 100-Jahr-Jubiläum. Für den Verband war es eine Rückkehr zum Gründungsort.

Der Verband Sport Union Schweiz ist stolz auf seine Geschichte und zeigt dies an seiner 100-Jahr-Jubiläumsfeier in der Stadthalle Dietikon. An der Feier gibt es nur lobende Worte – auch für den KTV Dietikon, Gründungsmitglied und Gastgeber der Jubiläumsfeier.

Mit viel Humor spazieren Akrobaten des Turnvereins Fortitudo Gossau in ihrer Show etwas tollpatschig verkleidet auf den Händen herum. Sie bilden Menschenpyramiden, auf denen zuoberst ein Turner wiederum kopfüber steht. Die Akrobaten bringen damit die rund 200 geladenen Gäste und Vertreter der Vereine, die dem Verband Sport Union Schweiz angehören, zum Klatschen.

Die Feier zum 100-jährigen Bestehen ist an diesem Samstagnachmittag in der Stadthalle Dietikon in vollem Gange. Die Sport Union Schweiz sei ein Vorzeigeverband mit einer langen Tradition und beweise immer wieder die Anpassungsfähigkeit an neue Gegebenheiten, sagt Walter Mengisen, stellvertretender Direktor des Bundesamtes für Sport. Er findet in seiner Rede lobende Worte und überbringt gleich zu Beginn die Gratulationen von Bundesrätin Viola Amherd. «Das sensationelle Leitbild und die Tätigkeiten fördern die Bewegung der Bürger und geben die Richtung für einen gesunden Sport an», so Mengisen weiter.

Mit dem Zitat «Alles, was mal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form» steigt Sepp Born, der seit 2017 amtierende Zentralpräsident der Sport Union Schweiz, in seine Ansprache ein. Er spielt damit auf den 16. August 1919 an. Damals wurde der Verband, der bis ins Jahr 2000 noch Schweizerischer Katholischer Turn- und Sportverband hiess, ins Leben gerufen. Das Fest sei nun für ein geselliges Beisammensein bestimmt, womit auch an würdige Anekdoten der Vereinstätigkeiten erinnert werden könne, sagt Born weiter. Er begrüsst den Schwyzer Ständerat Peter Föhn, der ebenfalls zur Feier erschienen ist.

Weiter führen die Einblicke in frühere Verbandsprotokolle vor Augen, wie viel sich an den Bedürfnissen und Ausdrucksweisen verändert hat. So wird ein Gefühl dafür vermittelt, was 100 Jahre Verbandsgeschichte konkret bedeuten.

Faust- und Volleyball sowie Kunstturnen als Stärken

«Wer mit dem KTV Dietikon zusammenarbeitet, dem macht das Organisieren einfach riesigen Spass», sagt der OK-Chef und frühere Verbandspräsident Jürg Küffer in seiner Abschlussrede. Von diesem Umstand einer herzlichen Zusammenarbeit zeugt auch folgende kleine Überraschung: Der KTV Dietikon überreicht Küffer und seiner Frau zum Hochzeitstag ein Geschenk.

Edi Hagi, Vize-Präsident des KTV Dietikon, erzählt über die Vereinsgründung 1913, bevor die Dietiker auch Teil des Gründungsteams des Verbands wurden. Neben diversen Angeboten, wie beispielsweise Faustball und Volleyball, liege heute eine Stärke im Kunstturnen, betont er.

«Für uns war es wichtig, um das Gründungsdatum herum und am Gründungsort Dietikon zu feiern», erzählt Brigitte Senn, Mediensprecherin des Verbandes Sport Union Schweiz. Der KTV Dietikon sei bereits bei vergangenen Jubiläumsfeiern gern gesehener Gastgeber gewesen. Und weil im Verein auch professionelle Köche tätig sind, sei das Essen hervorragend.

Für den Service im Einsatz steht mitunter KTV-Mitglied Germain Mittaz: «Es ist schön, dass so viele Menschen aus der ganzen Schweiz zusammengekommen sind. Da kommt man auch gerne von den Ferien zurück und hilft», sagt er.

Es gehöre dazu, dass man einer solchen Einladung zum Jubiläum folge, finden die Vertreter des TSV Häggenschwil, Lukas Huber und Manuel Hafner. Das Gute sei, dass durch die Ortswahl für alle Auswärtigen etwa eine Stunde Anreisezeit benötigt werde. «Das Highlight ist die Akrobatikshow, obwohl ich persönlich eine Feier am Abend bevorzugt hätte», so Huber.

Dem Motto des früheren Werbeplakats der SBB «Der Kluge reist im Zuge» folgten aus Fribourg die Mitglieder des TSV Schmitten: «Bei uns stehen vor allem gemeinsame Wanderungen an, weil der Nachwuchs fehlt», erzählt Paul Lehmann. Und sagt dann lachend: Die Strecke vom Bahnhof zur Stadthalle Dietikon helfe ihm, die 10 000 Schritte pro Tag zu tätigen, denn diese seien ihm wichtig.

Für mehrere heitere Momente sorgt die Moderation des Entertainers Bruno aus Burgdorf. Besonders seine kreative Art, mit einem Holzgerüst und Bohrmaschinen Wein auszuschenken, entlockt den Feiernden so manches Grinsen.

Bei einem weiteren Rückblick in vergangene Zeiten, vorgetragen von Vera Barritt, Mitglied des Organisationskomitees, wird es ganz ruhig im Saal: Der Verband bleibe seiner Farbe treu und besitze eine solide Basis für Neues, sagt sie. Zum Schluss gibt es für die Gäste die Jubiläumsschrift «100 Jahre am Ball für den Breitensport» mit auf den sportlichen Weg in die Zukunft.

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