Geroldswil

Für Grüngut gilt neu Containerpflicht

Rasenabfälle müssen in Geroldswil künftig in einem Container entsorgt werden

Rasenabfälle müssen in Geroldswil künftig in einem Container entsorgt werden

Die Gemeindeversammlung von Geroldswil genehmigt die total revidierte Abfallverordnung. Eine der wichtigsten Änderungen, welche die neue Verordnung mit sich bringt, ist die Containerpflicht für Grüngut.

In Geroldswil gehören Gartenabfälle künftig in die Tonne. Zumindest der Inhalt des Rasenmähers. «Sträucher und Äste können nach wie vor gebündelt an den Strassenrand gelegt werden», erklärte Veronika Neubauer.

Die Sozial- und Gesundheitsvorsteherin hatte am Montagabend die Aufgabe den 64 Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung die total revidierte Abfallverordnung zu präsentieren.

Verkaufsaktion im Herbst

Eine der wichtigsten Änderungen, welche die neue Verordnung mit sich bringt, ist die Containerpflicht für Grüngut. «Jeder, der seine Gartenabfälle entsorgen will, muss diesen in einem Container tun. Körbe und Taschen werden nicht mehr geleert», so Neubauer. Die Containerpflicht sei eine Kompromisslösung. Im Gegenzug verzichte der Gemeinderat darauf, für Grüngut zusätzliche Gebühren zu verlangen. «Im Herbst werden wir eine Aktion starten, damit diejenigen, die einen Container brauchen, diesen zu einem Vorzugspreis kaufen können», hielt Neubauer fest.

Grund für die Revision der seit 1995 bestehenden Abfallverordnung sind Änderungen bei den übergeordneten Gesetzten. Neben der Containerpflicht betreffen die wesentlichen Neuerungen deshalb vor allem begriffliche und definitorische Anpassungen an die Gesetze von Bund und Kanton. Dementsprechend unumstritten war das Geschäft. Ohne Gegenstimme genehmigten die Stimmberechtigten den neuen Entwurf.

Trotzdem gab es im Zusammenhang mit dem Thema Abfall Wortmeldungen. So bemerkte ein Votant, dass an der Abfallsammelstelle vermehrt Personen anzutreffen seien, die gemäss der Nummernschilder nicht im Kanton Zürich wohnhaft seien.

Er fragte den Gemeinderat deshalb an, ob es nicht möglich sei, regelmässig Stichproben bei den Benutzern durchzuführen.
Laut Neubauer ist sich der Gemeinderat des Problems bewusst. «Allerdings ist es schwierig Kontrollen durchzuführen.» Es heisse dann immer, man habe noch schnell Entsorgungen für die Tante gemacht, die man besucht habe.

Erfreuliche Rechnung

Ebenfalls diskussionslos ging das zweite Geschäft des Abends über die Bühne. Die Rechnung 2010 wurde einstimmig genehmigt. Sie schliesst mit einem Gewinn von rund 1,3 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein Verlust von rund 820000 Franken. Das Eigenkapital per Ende 2010 beträgt somit rund 11,2 Millionen Franken.

Gründe für den guten Rechnungsabschluss, so Finanzvorstand Michael Deplazes, seien neben der allgemein verbesserten wirtschaftlichen Situation vor allem höhere Steuereinnahmen. Gleichzeitig habe man in verschiedenen Positionen die Ausgaben tiefer halten können als budgetiert. «Einzig bei den Sockelbeiträgen an die Spitäler sind Mehraufwendungen von rund 200000 Franken entstanden.»

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