In der Region Zürich werde rund 90 Prozent des Erdgases zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung eingesetzt, schreibt Erdgas Zürich Transport in einer Mitteilung. Dies führe während der Heizperiode im Tagesverlauf zu grossen Belastungsunterschieden.

Der Erdgas-Speicher helfe, die Leistungsspitzen besser abzudecken. Während den Schwachlastzeiten wird Erdgas zwischengelagert und bei Verbrauchsspitzen aus dem Speicher ins Versorgungsnetz eingespeist. Mit dem neuen Speicher werde die Versorgung in der Region Zürich weiter optimiert, schreibt Erdgas Zürich.

Vom Bund überwacht

Die Erdgas-Speicheranlage hat eine Gesamtlänge von 4140 Metern. Die rund 260 Einzelrohre, die durchschnittlich 16 Meter lang sind, werden in die vier Meter tiefe Baugrube gelegt und zu 20 Rohrsträngen verschweisst. Alle Arbeiten werden vom Eidgenössischen Rohrleitungsinspektorat überwacht.

Der Röhrenspeicher in Urdorf wurde im April vom Bundesamt für Energie bewilligt. Die bereits in Angriff genommenen Arbeiten dauern rund acht Monate. Erstellt wird die Anlage unmittelbar neben der Druckreduzierstation im Gebiet Schuelacher.

Dieser Standort eigne sich vor allem wegen des hohen Vordrucks der Transportleitung von Swissgas für das Füllen des Speichers, heisst es in der Mitteilung. Zudem liege er in der Nähe der Versorgungsgebiete Limmattal und Knonaueramt. Die Anlage wird nach Fertigstellung überdeckt. Nach einer Rekultivierungsphase von rund drei Jahren kann der Grundeigentümer den Boden wieder landwirtschaftlich nutzen.

Kugelbehälter bleiben

Früher wurde Erdgas überwiegend in oberirdischen Kugelbehältern zwischengelagert. Dieses System habe sich bewährt und werde auch in Zukunft weiter genutzt, heisst es in der Mitteilung. Aus technischer und vor allem wirtschaftlicher Sicht seien unterirdische Röhrenspeicher die bessere Lösung.

Derzeit nutzt Erdgas Zürich fünf Erdgaskugelbehälter, je einen Röhrenspeicher in Schlieren und Guntenswil sowie einen Teil der Transportleitungen als Speicher. Insgesamt stehen ihr rund 1,6 Newton-Kubikmeter Erdgas zur Verfügung, was rund 19,5 Millionen Kilowattstunden (kWh) entspricht. Der Röhrenspeicher in Urdorf hat eine Kapazität von rund 700'000 Newton-Kubikmeter.