Am Sonntag um elf Uhr wurde im Oberengstringer Gemeindesaal auf das neue Jahr angegossen. «Der Apéro ist so beliebt, dass er mittlerweile hier im Saal stattfindet und nicht wie früher im Gemeindehaus», sagte Edi Lienberger. Der Redaktor des Enstringer-Kuriers mischte sich gut gelaunt unter die Menge, während auf der grossen Leinwand einige seiner Fotos das vergangene Jahr Revue passieren liessen. Sie machten deutlich, dass viele Anlässe das Zentrum in Oberengstringen belebten.


Kurz darauf hielt Gemeindepräsident André Bender (SVP) seine Ansprache. Er begann optimistisch; man habe in diesem Jahr immerhin eine Sekunde dazugewonnen. Er erinnerte aber auch an seine Rede im Vorjahr, als er die Flüchtlingskrise oder die Terroranschläge thematisierte. Die Hoffnung auf ein besseres und friedliches Jahr habe sich nicht erfüllt. «Die Erkenntnis daraus ist, dass Unmögliches möglich wurde», so Bender auch im Hinblick auf Brexit, Trump oder Berlin.

Seine zentrale Botschaft für 2017 zielte auf das Streben nach Glück. Dieses könne man nicht erzwingen, so Bender. Das Leben müsse als Ganzes betrachtet werden, mit seinen Höhen und Tiefen. «Auch die Zeit ohne Glücksgefühl kann uns Orientierung geben.» Damit dies auch im Gedächtnis der Anwesenden haften blieb, wurde im Anschluss ein eigens kreiertes Booklet mit Haftnotizen an die Anwesenden verteilt. Der darauf gedruckte Aphorismus stimmte zuversichtlich: «Glück findest du nicht, in dem du es suchst, sondern in dem du zulässt, dass es dich findet.»