jubla Cham
Die 71 Mars-Astronaut:innen kehren glücklich aus dem Sommerlager zurück

Thomas Slatter
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(chm)

«De Mars erreiche mit Stil» – das war das Ziel des zweiwöchigen Sommerlagers der Jubla Cham. Von Seilkunde bis Bändeli-Knüpfen war alles Programm und führt so zu vielen Lebensfreu(n)den.

Die Jubla Cham zieht eine positive Bilanz über ihr Sommerlager in Bischofszell (TG) an der Sitter. Zwölf Nächte verbrachten die 43 Mädchen und Buben im Zelt. Draussen zu übernachten ist ein Naturerlebnis, das einem fürs Leben in Erinnerung bleibt, sagen die Lagerleitung Yvonne Schelbert und Florin Schriber. Die Beiden haben das Lager detailliert vorbereitet und dank der Vielfalt an Ideen sehr abwechslungsreich durchgeführt. Äusserst fein und gesund bekocht wurden alle Teilnehmenden von der selbst ernannten «Besten Küche», die dieses Jahr ehemalige Leiter führten.

Die zweitägige Wanderung markierte den Start am 4. Juli und führte von Appenzell über den Kronberg am Leuenfall vorbei. Der Captain (gespielt von Elia Hausheer) hatte den Schlüssel zur Rakete verloren. Nach erfolgreicher Suche in den Bergen erreichte die Schar am Montag den Lagerplatz an. Der Start glückte dank der Hilfe von Alberta Keinstein (gespielt von Flavia Baroni), welche die Rakete kompetent durchs weite All lenkte.

Unerwarteterweise und entgegen aller Berechnungen der Wissenschaftlerin stürzten die Chamer:innen in ein Schwarzes Loch. In diesem räumlich-zeitlichen Nirvana begann eine lustige Reise. Am Tag darauf folgte der Angriff des Star-Wars Imperiums, der dunklen Seite der Macht. Zum Glück konnte Yoda, als Jedi Meister, bei der Flucht helfen. So landete die Rakete in einer Art Disney-Universum und alle begannen die Flucht in einer «Island-Hopping» Maniere von Planet zu Planet. Alle Planeten-Bewohner:innen hatten Ansprüche an die gestrandeten Astronaut:innen. Wir halfen der gefangenen Rapunzel mit ihrer Haarpracht, suchten den Wanderschuh für Cinderella und wohnten der romantischen Hochzeit der rothaarigen Meerjungfrau Arielle und ihrem wortgewandten aber tollpatschigen Prinz Eric bei.

Im Regen zeigte sich, dass Jublaner:innen wetterfest sind. Die Regenjacken hielten zwar nicht immer, was sie versprachen, deshalb schätzten es alle, in der zweiten Woche gemütlich in eine Turnhalle ziehen zu dürfen. Dies war natürlich ein absolut paradiesischer Ort für die bewegungsfreudigen Kinder und Jugendlichen. Nachdem jedes Gerät einmal ausprobiert wurde und mit dem Volleyball auch Fussball gespielt wurde (aber nicht umgekehrt), war die Zeit gekommen, für alle Kinder und Leiter:innen mit dem Zug zurück nach Cham zu fahren. Zufrieden und mit vielen Eindrücken freuten sich nun alle wieder auf ein normales Bett oder sonstigen Luxus, der nicht immer nötig ist, den wir aber zu Hause schätzen. Noch lange erzählt man sich Geschichten übers Lager. In diesem Sinne ein Erfolg für das Leitungsteam und die Kinder gleichermassen.

Im Lager packen von Gross bis Klein alle mit an

Das Leitungsteam stellt jeweils 4 Tage vor Lagerbeginn die grossen Bauten wie Esszelt und Küche auf. Jeweils zu Beginn des Lagers helfen alle Teilnehmenden danach mit, den Lagerplatz fertig auszustatten mit Mülltrenner, Chill-Ecken, Dampfbad und vielem mehr. «Mitänand geits bessär», das sagt sich die Jubla schon seit den 1950er-Jahren. So halten wir unsere Hierarchien flach – denn es braucht alle, dass der Lageralltag reibungslos läuft. So sind auch die Ämtli fair unter Leiter:innen und Kindern aufgeteilt. Sei es das Abwaschen, Fötzele oder Milch beim Bauer holen. So lernen Kinder Verantwortung gegenüber anderen zu übernehmen und bereiten sich vor, um später als Gruppenleiter:innen Verantwortung für eine eigene Kindergruppe zu übernehmen.

Über die Jubla Cham

Zusammen mit vielen Kindern und jungen Leitern und Leiterinnen etwas unternehmen? Lust auf Spielen, Basteln und Werken, Kochen, Sport, Singen, Theater aufführen, Hütten bauen, Filme sehen oder selber drehen? Im Zelt schlafen oder gar unter freiem Himmel übernachten? Bei uns in der Jubla Cham kann man dies und vieles mehr erleben! Das Ziel von Jungwacht & Blauring (Jubla) Cham ist es, eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung anzubieten. Es entstehen Freundschaften fürs Leben. Die gemeinsamen Erlebnisse beglücken und es besteht Raum zur Entfaltung und Kreativität. Hinter dem Angebot stehen rund 25 ausgebildete Jugendliche und junge Erwachsene, die als Jubla-Leitungspersonen hochwertige und sinnvolle Freizeitgestaltung für Kinder ab der zweiten Klasse bieten. Finanziert ist der Verein von seinen Mitgliedern, der Pfarrei und der Gemeinde und ist offen für Kinder jeder Herkunft, jeder Sprache oder Religion. Das Engagement der jungen Leitenden basiert auf einem ehrenamtlichen Einsatz in ihrer Freizeit. Pro Jahr leisten sie zusammen rund 9000 Stunden ehrenamtliches Engagement.

Für die Jubla Cham: Thomas Slatter

Fotos: Florin Schriber

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