Leserbeitrag
Winterwanderung der Senioren-Wandergruppe Mellingen

46 Senioren waren unterwegs

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46 Seniorinnen und Senioren machten sich an diesem etwas trüben und nassen Montagmorgen auf den Weg in den Winter. Über Zürich-Wädenswil-Biberbrugg-Sattel gings mit der Gondelbahn hinauf zur Bergstation Mostelberg. Wo vor nicht allzu langer Zeit mehr Grün als Weiss zu sehen war, präsentierte sich die Landschaft jetzt im schönsten Winterkleid. Tief verschneit die Wanderwege, schneebehangen die Tannen, und vom Himmel wirbelten lustig die Schneeflocken. Auch wenn sich die Sonne nicht zeigte und der Himmel den ganzen Tag verhangen blieb: die gute Laune liessen sich die unternehmungslustigen Seniorinnen und Senioren nicht nehmen.

Nach einem wärmenden Kaffee machten sich die beiden Wandergruppen auf den Weg in die winterliche Landschaft hinaus. Die „Normalwanderer" nahmen den Rundwanderweg rund um den Engelstock unter die Füsse. Die Route war trotz des Neuschnees nicht zu verfehlen. Aber gelegentlich musste vom Wanderleiter doch recht anstrengende Spurarbeit geleistet werden. Hin und wieder bot sich ein schemenhafter Ausblick in den Talkessel von Schwyz hinunter. Meist aber blieb die Landschaft wolkenverhangen. Die zauberhaft verschneiten Tannen und die frische Schneeluft machten die Wanderung dennoch zu einem Vergnügen.

Die „Kurzwanderer" wählten den etwas leichteren Weg hinauf zur Mostelegg. Auf dem Rückweg wagte der grössere Teil der Gruppe den Abstecher hinauf zum Skihaus Hochstuckli. Das war ein kleineres Abenteuer, musste doch ein Pfad durch den recht tiefen Neuschnee gestampft werden! Aber ans Aufgeben dachte niemand ernsthaft. Der Abstieg war dann bedeutend leichter, und die Gruppe traf rechtzeitig zum Mittagessen im Restaurant Herrenboden ein.

Nach der ausgiebigen Mittagsrast erwartete uns ein spezielles Erlebnis. Alle, die sich einigermassen schwindelfrei fühlten, machten sich auf den Weg zur längsten Hängebrücke Europas. 374 m lang ist dieser Steg. Und auch wenn er laut Werbetext 1000 Menschen oder 17 Elefanten zu tragen vermag, beschlich doch einige der mutigen Seniorinnen und Senioren ein etwas mulmiges Gefühl. Besonders als die Brücke unter den mehr oder weniger mutigen Schritten ganz schön zu schwanken begann. Schliesslich erreichten aber alle das „rettende Ufer", stolz, diese Mutprobe bestanden zu haben.

Die Fahrt hinunter ins Tal und zurück nach Mellingen war dann nur noch eine Formsache. Diese Winterwanderung wird aber allen, die dabei waren, in bester Erinnerung bleiben.

Konrad Müller

Bild: Auf dem Weg über die längste Hängebrücke Europas (Foto Hansjörg Ender)