Leserbeitrag
Weit über 1000 neue Schiibe bereit

Beat Winter
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Schiibe spalten in der Hopfenschüür
fertig bearbeitete Schiibe
Zentrumsbohrung für den Schleuderstecken

Wie üblich am Samstag vor Weihnachten, trafen sich ein gutes Dutzend Oeschger Scheibensprenger in der Hopfenschüür zum traditionellen Schiibe spalten. Da wurden die quadratisch gefrästen Brettchen, aus den vor wenigen Wochen im Oeschger Wald geschlagenen Hagebuchen für eine perfekte Flugbahn vorbereitet. Mit Beilen faste man sie pyramidenförmig an, die Späne flogen nur so dahin. Im Jargon wird diese Tätigkeit „näggele“ genannt und kostet bei unvorsichtigem Hantieren auch mal einen Blutstropfen. Anschiessend erhielt jede Scheibe eine Zentrumsbohrung für den Schleuderstecken und wurde auf Schnüren zu 100 Stück gereiht. Damit stellten die Männer sicher, dass bestimmt genügend «Sternschnuppen» für das kommende Scheibensprengen verfügbar sind.

Gross und klein aus nah und fern sind herzlich eingeladen, an der alten Fasnacht am Sonntag, 14. Februar, kostenlos die auf Haselruten gesteckten Scheiben im Feuer anzuglühen, über ein Brett in den Nachthimmel zu schleudern sowie dem Schauspiel des riesigen Feuerrads beizuwohnen. In der dann nebenan stehenden Festhütte auf dem Oeschger Boll kann man sich bereits ab 14 Uhr stärken und aufwärmen.

BWO

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