Leserbeitrag
Vielseitige Gartenexkursion nach Chur

Bruno Schmid
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Beim Denkmal von Benedikt Fontana

Beim Denkmal von Benedikt Fontana

Die diesjährige Erkundung privater und öffentlicher Gärten führte nach Chur mit Start im Friedhof Fürstenwald. Eine neu konzipierte Anlage an bester Lage über der Stadt, am ruhigen Waldrand gelegen, mit prachtvollem Blick weit ins Oberland. Nach einem kurzen Fussmarsch zur nahegelegenen Klinik Waldhaus präsentierte uns unser örtlicher Führer, Landschaftsarchitekt Alex Jost, wie eine Gartenanlage zwischen alten Gebäuden und Bäumen und Erweiterungsbauten verbindend und integrierend angelegt werden kann.

In der Stadt angelangt, durften wir einen prachtvollen privaten Garten in Weiss und Blau im Gäuggeliquartier, in der Nähe vom Obertor und der tosenden Plessur, erkunden, um dann durch die Altstadt zu schlendern und hier das neue Konzept der Stadtbegrünung an Fassaden (anstatt in Töpfen) wohlwollend zu begutachten.

So landete die gut gelaunte Gruppe der Vereinigung für Heimatkunde des Bezirks Baden (www.vfhk.ch) an diesem sommerlichen Tag bei einem ausgezeichneten Essen im Hotel Stern. Gestärkt und neugierig nahmen wir danach den Weg Richtung Hof unter die Füsse und durften den privaten Garten des Hauses zum Oberen Spaniöl in Nachbarschaft des Rätischen Museums besichtigen. Ein absoluter Höhepunkt, gut versteckt, an die alte Stadtmauer angelehnt, und auf 7 Terrassen angelegt. Ein beeindruckendes Panorama vom Schanfigg ins Oberland und über die ganze Stadt entschädigte den Aufstieg auf die oberste Etage.

Nicht fehlen durfte auch der in Anlehnung an die alten Barockvorbilder landschaftsarchitektonisch neu gestaltete und unter weitgehender Beibehaltung der ursprünglichen Konzeption angelegte Stadtpark des „Alten Gebäu“, welches als Herrschaftshaus errichtet wurde und im Besitz von Envoyé Peter von Salis-Soglio war. Im Park befindet sich heute das Denkmal von Benedikt Fontana.

Als ein kleines Juwel entpuppte sich am Lidenquai der Garten beim Kleinen Türligarten, dem Haus der Churer Bürgergemeinde, mit seinem Rasenquadrat mit Blumenbeeten, dem Springbrunnen und daran anschliessend dem schattenspendenden Lindenboskett. Und noch schnell gleich nebenan einen Blick geworfen in den barocken Garten des Türligarten, der unsere Gruppe knapp zu fassen vermochte.

Unser Führer zeigte uns auch noch in einem kleinen Abstecher Richtung Meiersboden, der Plessur entlang, die für Chur einmalige Terrassenlandschaft des Seidenguts mit Trockenmauern und wieder angepflanzten Maulbeerbäumen, wie sie ehemals zur Seidenraupenzucht gedient hatten.

Dass wir die Besichtigungen im Loëquartier im persönlichen Garten unseres Referenten beenden und ausklingen lassen durften und sogar noch mit selbst gebackenen Süssigkeiten überrascht wurden, setzte diesem schönen Sonnentag die Krone auf!

Unserer Organisatorin, Lotti Heller, gebührt ein grosses Lob. Sie hat diesen Tag umsichtig geplant und uns zusammen mit Alex Jost einen tollen Insiderblick in die Alpenstadt am Rhein gewährt.

Die Berichterstatterin: Vrena Moritzi

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