Leserbeitrag
Verkaufsmenge stieg im Braujahr 2007/08

Mitgliederversammlung 2009 des Vereins Richie Bräu

Fritz Thut
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Lokale Biere sind im Trend und "Richie Bräu" in Rheinfelden ist sympatisch. Deswegen nimmt die Mitgliederzahl des Vereins von Jahr zu Jahr zu und in der Folge auch die Zahl der Anwesenden am jährlichen Vereinstreffen.

Genau 40 Personen hörten gespannt den Informationen von Richie Waldis zu. Sie genossen aber in erster Linie den vergnüglichen Abend. Konsumiert wurde Schinken im Biertreberteig mit Salat. Dazu wurde logischerweise viel edles Bier getrunken.

Die Produktion und der Absatz der Kleinbrauerei wird durch viele freiwillige Helfer unterstützt. Am Mittwoch wird tagsüber gebraut und am Abend ist das Lokal für die Bierfreunde zugänglich. Neuerdings ist die Brauerei auch am Samstagvormittag von 10 bis 12 Uhr offen, um besser auf die berufstätigen Kunden eingehen zu können. Zum Glück können diese Arbeiten auf genügend bereitwillige Sympatisanten und Bierfreunde verteilt werden.

Der Jahresbericht zum Braujahr 2007/08 von Richie Waldis ist von positiven Ereignissen geprägt. Caro Arnold und Fredi Leder beherrschen nun auch das Brauen von allen Bieren, was Richie Waldis entlastet und ihm als "Kellermeister" andere Tätigkeiten ermöglicht.

Die Qualität der Biere ist erfreulich und die Ausschussquote konnte deutlich gesenkt werden. Dadurch stieg die Verkaufsmenge. In Anbetracht von neuen Verkaufslokalen in Rheinfelden und Umgebung war dies eine wichtige Entwicklung.

Am Altstadtfest von Rheinfelden war das dazu eigens kreierte "Habsburger"-Bier der Erfolgsrenner. Das leicht rauchige, goldgelbe Bier passte ausgezeichnet zum Festmotto, was von vielen Besucherinnen und Besuchern geschätzt wurde.

An drei ganztätigen Braukursen wurden die Teilnehmer in die Kunst des Brauens eingeführt. Einigen dient ein solcher Kurs zur Befriedigung der Neugierde und andere brauen dann später mit dem erworbenen Wissen ihr eigenes privates Bier bei sich zuhause in Kleinmengen.

Das Sortiment Richie Bräu ist bereits heute sehr breit. Es sind die saisonalen Biere wie Osterbock, Frühlings-, Sommer- und Winterbiere, welche nebst dem Grundsortiment für Abwechslung sorgen und belebend wirken. In der Pipeline, respektiv Entwicklung ist ein Wiskybier und auf Herbst ist erstmals ein Bierbrand geplant, welcher aus dunklem Bockbier destilliert wird.

Das Brauteam ist leider nicht vor Pannen gefeit. Brauen ist bezüglich Hygiene und Klima äusserst empfindlich. Bereits kleinste Verunreinigungen in Hähnen, Ventilen und Fässern führen zum Qualitätsabbau bis hin zur Ungeniessbarkeit. In den letzten Wochen im neuen Kalenderjahr musste leider einiges Jungbier via Abfluss entsorgt werden. Es tut weh, wenn danach die Kunden nicht vollständig bedient werden können. Aus Schaden wird man klug, lautet das Sprichwort. Für das Richie-Bräu-Team ist das nebst der Sortiments- und Kundenpflege die grosse Herausforderung. (fle)
Legende. Von links, stehend: Stefan Roth, Daniel Bühler, Dieter Roth, Victor Freiermuth,Caro Arnold, Daniel Dobmann, Richie Waldis; sitzend: Fredi Leder, Peter Egli.