Leserbeitrag
Urdorfer Senioren-Wanderwoche: Prättigau und Landwassertal erwandert

Toni Blaser
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Ein bisschen Regen - kein Problem!
Mach mal Pause!
Die Tannenhöher sind Bettelsäcke!
Man bewegte sich auch auf schmalen Pfaden
Ein Schneefeld - kein Hindernis!
Bergaster und Edelweiss beim Strelapass
Gemütlich: Dem Davoser See entlang
Wehmut: Hotelier Räto Conzett verabschiedet sich

28 Urdorfer „Chumm und mach mit!“-Seniorinnen und Senioren haben Anfang Juli in Klosters eine Woche lang frische Bergluft getankt und eine einmalige Blumenpracht genossen. Ihr Stützpunkt für die insgesamt vierzehn Expeditionen – es stand täglich eine leichtere und eine schwierigere Wanderung zur Wahl – war das komfortable Hotel Alpina gleich gegenüber dem Bahnhof in Klosters-Platz. Dank dem sehr zuvorkommenden Personal durften sich hier alle ein wenig als englische Royals fühlen, die ja ab und zu ebenfalls ihre Ferien in diesem gepflegten Prättigauer Dorf verbringen.

Der zeitweilige Regen während der ersten zwei Tage zeigte es einmal mehr: Die wanderlustigen Urdorfer Senioren lassen sich ihre gute Laune vom garstigen Wetter nicht vermiesen. Erstens ist die Bergwelt auch im Regen schön, und zweitens ist das gemeinsame Erlebnis unter Gleichgesinnten ohnehin von übergeordneter Bedeutung. Als dann vom dritten Tag an auch der wettermässige Aufschwung einsetzte, erlebten die Urdorfer absolute Traumtage – einfach in jeder Beziehung Bergfrühling pur. Unter der Führung der beiden Wanderleiter Karl Thoma und Toni Blaser lernten sie die abwechslungsreiche Gegend von allen Seiten her kennen. Seien es nun Höhenwanderungen, Tal- oder gar Schluchtwanderungen, Aufstiege oder Abstiege – überall gab es viel zu bestaunen und zu erleben: Abhänge voll blühender Alpenrosen, traumhaft schöne Bergblumenwiesen (einmal gar mit Edelweiss gespickt), überall rauschende Bergbäche, die phantastische Fernsicht, etwa auf die eisgepanzerte Silvrettagruppe, munter spielende Murmeltiere, die Einkehr in einer gemütlichen Alpwirtschaft...lauter Erlebnisse, die beglückten und begeisterten.

Als geldbeutelschonender Segen erwies sich die Gästekarte, welche selbst Gratisfahrten auf die höchsten Gipfel der Region ermöglichte. So blieb nach vollbrachter Tat stets genug übrig für einen redlich verdienten Coupe oder ein erfrischendes Cüpli im trauten Kreise des Wanderkollegiums.

Als die Urdorfer dann schliesslich wieder ins feuchtheisse Unterland reisen mussten, erfüllte dies Hotelier Räto Conzett mit sichtlicher Wehmut. Mit Hund und Gefolge erschien er am Bahnhof, um der munteren Schar zum Abschied zu winken.

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