Leserbeitrag
Turnerreise zum "Creux du Van"

Michèle Erne
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Manche Turnerin hat sich von dem schönen Bild, mit dem die Reise vorgestellt wurde, verführen lassen und musste zweimal leer schlucken, als sie auf dem Reiseprogramm las, dass auf der Sonntagswanderung während 4 1⁄2 Stunden 740 Höhenmeter rauf und wieder runter gewandert wird.

Die diesjährige Vereinsreise der 8-10Uhr-Turnerinnen führte „chez les Welsch“ ins Va- de-Travers. Gespannt auf das Bevorstehende, kamen die Wanderfreudigen via Neuchâtel in Boudry an. Hier ging die Reise zu Fuss weiter, der wunderschönen Areuse entlang. Die „Gorges de l’Areuse“ hat alle total fasziniert! Der Wanderpfad führte über unzählige Treppenstufen und Brücken und ermöglichte einen einmaligen Einblick ins Naturspektakel dieser Schlucht. Das Motto der Reise zeichnete sich ab: „ Jäggli a, Jäggli ab“! Die Unterkunft, das Hôtel „de la Truite“ in Champ du Moulin hat alle mit seinen modernen Zimmern und den Möbeln aus Grossmutters Zeiten überrascht. Nach einem feinen Abendessen wurden bei Spiel und Gesprächen die Bauch- und Gesichtsmuskeln trainiert.

Der nächste Morgen nahte und damit die Wanderung von rund 3.5 Stunden mehr oder weniger steil den Berg hoch zum „Creux du Van“. Von weit grüsste die imposante Felswand. Der Weg schlängelte sich den Berg hoch und wurde steiler und rutschiger, die Shirts wurde nass und nasser. Noch mehr als am ersten Tag galt das Motto „Jäggli a, Jäggli ab“. Sogar der Regen wollte die Frauen nur kurz erschrecken.

Oben angekommen ertönte ein „Ah“ und „Oh“ und ein „Klick, Klick“ ertönte rundherum. Alle bestaunten und fotografierten die spektakuläre Felswand des „Creux du Van“. Man war sich einig, jeder einzelne Schweisstropfen hat sich für diesen Anblick der 160 m hohen, senkrechten Felswand, die einen Talkessel von 4 km Länge und 1 km Breite umschliesst, gelohnt. Die Steinböcke posierten scheinbar gelangweilt für Fotos. Auf dem Abstieg wurde dann Halt in der Beiz Le Soliat gemacht. Da ein kühler Wind wehte, war ein Kafi mit „Gügs“ jetzt genau das Richtige. Nur dass der „Gügs“ nicht so nach dem gewohnten „Gusto“ und das Kafi für die fast Luzerner zu dunkel war. Dafür sorgten die unzähligen Fondue, die in der Gartenwirtschaft verspeist wurden für einen zünftigen Fondue-Gluscht auf dem Abstieg. Vom Bahnhof Noiraigue wurde dann die Rückreise angetreten und alle Frauen kamen am Sonntagabend wohlbehalten und mit einem Ziehen in den Beinen in Boswil an.

Eine unvergessliche Turnerinnenreise ging zu Ende und dafür ein herzliches Danke an die Organisatorin und Reiseleiterin Martina Bodmer!