Leserbeitrag
Spendenaktion zu Gunsten der Patientenorganisation debra.ch

Martina Petranca
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Bilder zum Leserbeitrag

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Im vergangenen Sommer wünschten sich die Schülerinnen und Schüler der 2. Bezirksschule im Religionsunterricht einmal eine Spendenaktion durchführen zu dürfen. Vor einigen Wochen fingen wir dann an zu überlegen, für wen wir Spenden sammeln könnten. Per Zufall stiessen wir auf die Patientenorganisation debra.ch. Sie kümmert sich um Kinder, die an der Schmetterlingskrankheit leiden. Bei der Schmetterlingkrankheit handelt es sich um einen Gen-Defekt, der die Haut äusserst empfindlich macht. Sie platzt bei kleinsten Berührungen und heilt meist ganz schlecht wieder zu. Berührungen sind äusserst schmerzhaft, Gliedmassen verstümmeln und deas Wachstum ist stark eingeschränkt. Gehen, rennen, spielen sind nur erschwert möglich. Aber nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern und Geschwister leiden unter dieser Krankheit. Die Kinder müssen mit äusserster Sorgfalt behandelt werden, Wundversorgung und Erhaltung der gesunden Haut sind Hauptaufgaben im Alltag. Die Geschichte eines gleichaltrigen betroffenen Mädchens hat die Schülerinnen und Schüler sofort auf die Idee gebracht, für diese Menschen Geld zu sammeln. Am 25. Mai 2013 durften wir dann im Markthof unsere Tische aufstellen. Die Kinder bauten ihre vorbereiteten Sachen auf, um die Leute auf diese Krankheit aufmerksam zu machen. Eine Tastatur, die mit spitzigen Nägeln versehen war oder ein Schuh, auf dessen Sohlen Nägel steckten, sollten die Schmerzen symobilisieren. Ein Versuch zeigte auf, wie schnell die Haut platzt. Drei Mädchen backten Guetzli und verkauften diese. Sie forderten Kinder auf, Schmetterlinge zu bemalen. Andere Mädchen anerboten sich, die Einkäufe nach Hause zu tragen. Da dies niemand beanspruchte, sprachen sie die Leute auf die Krankheit an. Der unermüdliche Einsatz der Kinder war bewundernswert. Sie trotzten dem kalten Wind und kämpften für ihre Idee, die Krankheit bekannt zu machen und für die Patientenorganisation zu Spenden zu sammeln. Und das ist den Kindern gelungen. Im Laufe des Nachmittages durften wir - nicht ohne Stolz - ein schweres Kässeli mit nach Hause nehmen. Zusammen mit den Spenden, die wir bereits im Gemeinschaftstgottesdienst der Pfarreien Nussbaumen, Kirchdorf und Untersiggenthal sammeln durften, konnten wir Fr. 2'800.-- an die Patientenorganisation debra.ch überweisen. Ich bin stolz auf die Leistung der Kinder, die gezeigt haben, dass guter Wille und Einsatz auch belohnt werden. Und wir danken allen, die etwas gespendet haben. Wir hoffen, wir können mit dem Geld den betroffenen Menschen etwas Gutes tun.