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Renus Group AG in Wallbach lässt 14 Kinder in die Zukunft schauen

Jeannette Berger
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Nationaler Zukunftstag 2015

Renus Group AG in Wallbach lässt 14 Kinder in die Zukunft schauen

Der jährliche nationale Zukunftstag bietet Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klasse die Gelegenheit einen Einblick in die Arbeitswelt zu bekommen. Nicht alle Kinder haben dabei die Möglichkeit diesen Tag bei den eigenen Vätern oder Müttern zu verbringen.

13 Jungs und 1 Mädchen aus Wallbach und den umliegenden Gemeinden nahmen daher gerne die Einladung der Renus Group AG an, in deren Betrieb in Wallbach die Berufsfelder des Schreiners, Zimmermanns und Spenglers genauer kennen lernen zu können. Das abwechslungsreiche Tagesprogramm liess bereits gespannte Vorfreude aufkommen.

Am Donnerstag, 12.11.2015 war es dann soweit. Pünktlich um 9 Uhr wurden die Kinder nach einer ersten Stärkung mit Getränken und Gipfeli von Firmeninhaber und Geschäftsführer Patrick Hirzel und seinem Team herzlich willkommen geheissen.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurde sofort mit dem ersten Tagesprogrammpunkt, dem Theorie-Teil, gestartet. Mit einer Powerpointpräsentation sowie kurzen, äusserst informativen Filmausschnitten brachten Daniel Winkler, Abteilungsleiter Schreinerei/Innenausbau sowie Michael Fünfgeld, Abteilungsleiter Zimmerei/Dachdeckerei den Kindern und Jugendlichen die Eigenheiten der drei Berufsgruppen auf einfache und verständliche Art näher.

Sehr aufmerksam wurde den Erklärungen gelauscht, so dass am Schluss allen bekannt war, welche schulischen und körperlichen Anforderungen für eine Ausbildung zum Schreiner, Zimmermann oder Spengler erforderlich sind, wie lange diese dauert und wo die Möglichkeiten zur Weiterbildung im Anschluss daran sind.

Nun war es an der Zeit zum praktischen Teil des Tages über zu gehen. Dazu erhielt jedes Kind von Sacha Findling, Leiter der Bankschreinerei, einen Eichenholzstab. Die Aufgabe lautete, den Holzstab in einen Bilderrahmen zu verarbeiten, welchen jeder/jede am Ende dieses Zukunftstages mit nach Hause nehmen durfte.

Damit dieses Ziel auch erreicht werden konnte, begab man sich zusammen in die Werkstatt wo unter der fachkundigen Anleitung von Herrn Findling mit der Bearbeitung begonnen wurde. Der Umgang mit den unbekannten, grossen, nicht ungefährlichen Maschinen erforderte die nötige Vorsicht. Die korrekte und sichere Handhabung der Gerätschaften wurde jeweils sehr verständlich erklärt und so liessen sich nach den ersten Arbeitsschritten mit der Hobel- und Kehlmaschine sowie der Kreissäge die Einzelteile des Bilderrahmens bereits erkennen.

Die Zeit verging wie im Flug. Damit die anwesenden Kinder für den zweiten Teil des Zukunftstages gestärkt waren, lud sie die Firma Renus zum Mittagessen im Betrieb ein. Verschiedene Pizzen wurden serviert, so dass für jeden Geschmack etwas dabei war. Gut verpflegt und voller Tatendrang startete man schon bald gemeinsam in den Nachmittag.

Nach der Arbeit an der Verbundfräse war dann noch Handarbeit mit verleimen der Einzelteile sowie schleifen angesagt, bevor zum Schluss das Aufhängeloch gebohrt wurde.

Ein Bilderrahmen ohne Bild wäre aber ja nicht komplett. So wurde von jedem Kind ein tolles Foto geschossen, ausgedruckt und mit dem Einglasen dann der letzte Schritt der Tagesarbeit erfüllt. Nun hielt jedes Kind stolz seinen selbst hergestellten Bilderrahmen in den Händen.

Um die Wartezeit zwischen den Arbeitsschritten zu überbrücken hatten die Kinder während dem ganzen Tag die Möglichkeit sich im ‚Nageln‘ zu messen. Wer braucht weniger Schläge um einen Nagel vollständig im Holzstamm zu versenken?

Und wer kann schon mit dem Handhobel umgehen? Dies konnte ebenso getestet und geübt werden. In einem kleinen Wettbewerb gab es für die drei längsten zusammenhängenden Hobelspäne nämlich sogar einen kleinen Preis zu gewinnen.

Zum Abschluss des Tages waren wir Eltern zu einer kurzen Information mit Umtrunk eingeladen. Thomas Berger, Abteilungsleiter Verkauf/Beratung fasste die Geschehnisse des vergangenen Tages für uns zusammen und bot die Möglichkeit Fragen bezüglich Schnupperlehre, Ausbildung etc. zu stellen.

Vielen Dank der Geschäftsleitung und dem ganzen Team der Renus Group AG für diesen äusserst gelungenen Tag sowie die umsichtige und grosszügige Betreuung der Kinder und Jugendlichen.

Aussagen der Kinder:

‚Es war sehr spannend. Die grossen Maschinen haben mich beeindruckt.‘

‚Das Schleifen des Bilderrahmens hat mir besonders Spass gemacht.‘

‚Ich bin froh, als Mädchen einen Einblick in einen Männerberuf bekommen zu haben.‘

‚Jetzt weiss ich was der Unterschied zwischen einem Schreiner und einem Zimmermann ist.‘

‚Ich kann mir gut vorstellen, einmal einen Beruf mit Holzverarbeitung zu lernen.‘

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