Leserbeitrag
Podestplätze für Brunex Felt Team Rombach

Marcel Siegrist
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Drittes Rennen, drittes Podium. Sina Frei lieferte auch im Regen von Buchs eine starke Vorstellung ab und steht wie schon in Rivera rechts neben der Weltranglisten-Ersten Jolanda Neff auf dem Podest. Ramon Lauener gelang in der U23 der Sprung aufs Podest und Nadia Grod feierte beim Swiss Cup einen Sieg in der Kategorie Hard. In Italien fuhr Tim Meier im deutschen Nationaltrikot derweil ein couragiertes Rennen

Als ob es schon selbstverständlich wäre für die 18-Jährige, eroberte Sina Frei auch im dritten Elite-Rennen ihrer Karriere das Podium. Wie schon in Rivera war nur Jolanda Neff schneller als die Junioren-Europameisterin aus Uetikon am See.

Ganz frech versuchte Sina Frei bei Dauer-Regen in der ersten Runde mit der Weltcup-Siegerin mitzugehen und als sich Neff vor dem „Hundschopf“ einen Sturz erlaubte, da lag Sina Frei sogar kurz in Führung. Neff kam dann aber gleich wieder zurück.

„Am Anfang konnte ich das Tempo von Jolanda noch mitgehen, aber dann musste ich ein wenig rausnehmen. Schlussendlich ist es gut gegangen, ich kann zufrieden sein“, erklärte Sina Frei. Souverän verteidigte sie ihre zweite Position vor Nicole Koller und erreichte das Ziel mit 1:51 Minuten Rückstand auf Neff (1:18:31), aber 3:38 Minuten vor Koller.

U23: zufriedenen Gesichter

Auch nach dem U23-Rennen traf man auf ein zufriedenes Gesicht im Trikot von
jb BRUNEX© Felt. Ramon Lauener hatte das Podest erobert und freute sich zurecht. „Heute ist alles nach Plan gelaufen, ich konnte meine Leistung voll abrufen“, gab er zu Protokoll. Von Rang sechs konnte er sich bei den schwierigen Bedingungen zwischenzeitlich bis auf Position zwei nach vorne fahren. Gegen Ende der vorletzten Runde attackierte Bruno Vitali und zog ihm davon. Lauener sicherte sich aber den dritten Rang, 56 Sekunden hinter dem Sieger Filippo Colombo (1:27:10).

„Das Wetter heute ist genau mein Ding. Matschrennen haben für mich einen viel größeren Reiz als wenn es trocken ist“, meinte Lauener noch.

Casey South beendete die Konkurrenz auf Platz sieben, 2:14 Minuten zurück und auch er hatte nichts gegen das Wetter einzuwenden. „Ich habe mich auf ein hartes, nasses Rennen gefreut“, erzählte Casey South. Und er bekam es. In der ersten Runde wollte er im Anstieg nicht alles investieren, schließlich musste er ja noch fünf weitere Male da hochkurbeln. Das zahlte sich aus, denn im Verlauf des Rennens verbesserte er sich von Platz neun auf sieben. „Ich freue mich über den siebten Platz und auch, dass es Ramon auf den dritten geschafft hat. Jetzt wird das Training noch eine Stufe härter bis zum Weltcup in Albstadt. Da freue ich mich drauf“, kommentierte er.

Junioren: Zwei Defekte bei Jorin Gabriel

Jorin Gabriel hatte im Schlamm von Buchs den Defekt-Teufel als Begleiter an Bord. Nach einem guten Start erlitt er bereits in Runde eins einen Durchschlag. Nach dem Wechsel war er immer noch an sechster Position, fuhr die Lücke nach vorne fast wieder zu, als ihn der nächste Defekt erwischte. So fiel er auf Platz zehn zurück und fuhr dort ein einsames Rennen zu Ende. „Mein Ziel war es dann nur noch alles zu geben und fertig zu fahren. Ich konnte meine Leistung abrufen. Schade, aber man sollte sich nicht aufregen, das nächste Rennen kommt bestimmt“, meinte der 17-Jährige, der das Ziel mit 4:48 Minuten Rückstand auf Joel Roth (1:08:43) erreichte.

Juniorinnen: Lara Krähemann „positiv eingestellt“

Bei den Juniorinnen wurde Lara Krähemann mit 6:32 Minuten Rückstand auf Ramona Laura Kupferschmied (1:12:02) Fünfte. Damit war sie nach der Enttäuschung von Rivera zufrieden. „Ich habe die Enttäuschung in ein gutes Training investiert und mich auf Buchs gefreut. Die langen Anstiege in der Strecke liegen mir“, meinte sie nach ihrem Wettkampf. „Jetzt bin ich positiv eingestellt und freue mich auf die Saison.“

Chiara Kopp verzeichnete in der zweiten Runde einen Einbruch und verlor den Kontakt nach vorne. Sie fiel bis auf Rang neun zurück, berappelte sich zum Schluss aber noch mal und wurde schließlich Siebte. „Ich hatte einfach keine Kraft mehr“, rätselte die Österreicherin. „In der letzten Runde ist es plötzlich wieder bessergegangen. Eigentlich bin ich nicht zufrieden, es hätte besser laufen können. Aber ich muss erst wieder den Spass finden und den hat es heute gemacht“, meinte Kopp, die mit 8:09 Minuten Rückstand das Ziel erreichte.

U17: Nadia Grod mit guten Beinen zum Sieg

Am Samstag feierte Nadia Grod im Rennen der Hard (U17) bei trockenen Bedingungen einen letztlich ungefährdeten Sieg. 1:41 Minuten brachte sie zwischen sich und ihrer schärfsten Verfolgerin Tina Züger. In der ersten Runde setzte sie sich an einer technischen Passage ab und fuhr ihren Rhythmus. „Ich habe nach Rivera mental gearbeitet, weil ich gemerkt habe, dass es noch nicht ganz stimmt. Heute habe ich schon auf der Rolle gemerkt, dass die Beine gut sind. Die Strecke mit den sehr langen und steilen Anstiegen war trotzdem mega hart für mich“, kommentierte Grod ihr Rennen.

Lars Kämmlein wurde im Rennen der Hard Knaben 38. hinter dem Franzosen Alexandre Balmer (41:23:1). Dominic Schwab beendete das Rennen auf Platz 81.

UCI Junior Serie Montichiari: Meiers starkes Rennen im Nationaltrikot

Tim Meier ging am Sonntag beim Rennen der UCI Junior Serie in Montichiari an den Start. In Italien durfte der Rheinfeldener erstmals im deutschen Nationaltrikot starten.

„Eine Riesenehre“, nannte er das und er versuchte im 200-Starter-Feld dieser Ehre gerecht zu werden – mit Erfolg. Von Startposition 85 aus machte er Runde um Runde Positionen gut, obschon er an einer steilen Stelle der Strecke jedes Mal absteigen musste.

Tim Meier fuhr sich bis auf Platz 20 nach vorne, konnte die Position aber nicht ganz halten. Am Ende war es Platz 26, 5:41 Minuten hinter seinem Landsmann Torben Drach, der das Rennen in 1:16:16 Stunden gewann.

„In der letzten Runde war ich völlig blau, aber insgesamt war ich sehr zufrieden“, bilanzierte Meier. Das war auch Bundestrainer Marc Schäfer, der Tim Meier „ein starkes Rennen“ attestierte. „Ich hoffe, ich konnte mich für weitere Rennen empfehlen“, meinte der jb BRUNEX© Felt-Pilot zuversichtlich.

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