Leserbeitrag
Ökumenischer Herbstgottesdienst der Weltgruppe Möhlin

Andrea Giger
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Bilder zum Leserbeitrag

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Andreas Burckhardt
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Andreas Burckhardt

(Andreas Burckhardt) Der zu einer guten Tradition geworden ökumenische Herbstgottesdienst der Weltgruppe Möhlin fand auch dieses Jahr am letzten Oktobersonntag in der reformierten Kirche statt.

Geleitet wurde der Gottesdienst von Pfarrerin Nadine Hassler Bütschi, in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Weltgruppe Möhlin und Konfirmanden. - Bereichert wurde er durch den Kirchenchor mit verschiedenen Liedbeiträgen unter der Leitung seines Dirigenten Nicola Cumer.

Es war gleichzeitig auch ein Gottesdienst mit besonderer Verbundenheit mit der ungarischen Partnerkirchgemeinde von Ráckeve, in der die gleichen Bibeltexte und – wenn im ungarischen Kirchgesangbuch vorhanden – die gleichen Choräle gesungen wurden. Und es wurde auch eine liebenswürdige Grussbotschaft aus Ráckeve vorgelesen.

Im Zentrum des Gottesdienstes standen Informationen aus erster Hand über das seit Anfang dieses Jahres von der reformierten Kirchgemeinde unterstützte Landesprojekt Indien, diese wurden den Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern von Herrn Adrian Scherler, dem Indien-Beauftragten im Hilfswerk der Evangelischen Kirchen der Schweiz, anschaulich präsentiert:

Men­schen, die keiner Kaste angehören, die sogenannten Dalits und indigene Völkergruppen («Adivasi»), werden von der Gesellschaft ausgestossen und haben kaum Chancen, aus eigener Kraft der Armut zu entkommen. Das Landesprogramm Indien richtet sich deshalb speziell an diese Ausgestossenen, besonders an die Frauen, die noch zusätzlich diskriminiert werden. Ziel der Projekte ist die Ernährungssicherung und Verbesserung des Einkommens und die Förderung von Bildung und Kompetenzen der Armen.

Die Begünstigten sind meist landlose Arbeiterinnen und Arbeiter, die selten das ganze Jahr hindurch Arbeit finden und als schlecht bezahlte Tagelöhner sich und ihre Familien kaum ernähren können.

Für die Verbesserung ihrer Lebensumstände handelt HEKS in vier Schritten:

Zugang zu Land- Entwicklung der Landwirtschaft – Einkommensförderung - Bildung

Den besinnlichen Abschluss dieses Gottesdienstes bildete eine Art sehr gekonnte „Collage» zwischen dem Bergpredigttext Matthäus 6, 25-34 und Gedanken der Dichterin Mascha Kaléko. Die Kollekte war vollumfänglich für das vorgestellter Projekt in Indien bestimmt, und diesem ist ein nachhaltiger Erfolg zu wünschen!